König Charles inspiziert Truppen trotz Andrew-Skandal: Militärbesuch mit Starstreak-Raketen
König Charles inspiziert Truppen trotz Andrew-Skandal

König Charles bei der Royal Artillery: Militärische Inspektion trotz familiärer Turbulenzen

Emsworth (England) – Mit militärischer Präzision und königlicher Würde hat Charles III. (77) am Freitag die Baker-Kaserne auf Thorney Island besucht. Der Monarch, der als Oberbefehlshaber der Royal Artillery fungiert, ließ sich von den Soldaten des 12. Regiments die neueste Waffentechnik demonstrieren – darunter einen leichten Mehrfachstarter für die hochmodernen „Starstreak“-Flugabwehrraketen.

21 Salutschüsse und fachkundige Gespräche

Der König traf per Helikopter ein, gekleidet in Anzug mit Regimentskrawatte und Ehrennadel. Sein Empfang war standesgemäß: 21 Salutschüsse hallten über das Kasernengelände. Charles zeigte sich dabei ausgesprochen gut gelaunt und nahm sich viel Zeit für Gespräche mit den Soldaten und deren Angehörigen. Vier Militärangehörige erklärten dem Monarchen detailliert die Funktionsweise der Waffensysteme.

Das 12. Regiment hat sich auf die Luftverteidigung im Nahbereich der britischen Landstreitkräfte spezialisiert. Besonderes Interesse zeigte Charles an den „Starstreak“-Raketen, die seit 1997 im Dienst der britischen Streitkräfte stehen. Diese Flugabwehrwaffen erreichen eine Geschwindigkeit von Mach 3,5 und können Ziele in einer Höhe von bis zu 5.000 Metern sowie in einer Entfernung von 400 Metern bis sieben Kilometern bekämpfen.

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Einsatz in der Ukraine und königliche Expertise

Seit 2023 kommen die Starstreak-Raketen auch im Ukraine-Krieg zum Einsatz, wo sie gegen bemannte russische Luftfahrzeuge und Drohnen verwendet werden. Oberstleutnant Maarten Magee äußerte sich begeistert über den königlichen Besuch: „Es war mir ein absolutes Vergnügen. Wir verbringen unser Leben damit, in der Institution zu arbeiten, deren Leiter er ist. Es ist also ein absolutes Privileg, dass er mit unseren Soldaten spricht und unsere Ausrüstung selbst in die Hand nehmen kann.“

Magee verwies zudem auf die besondere Affinität des Königs zur Luftverteidigung: „Als Pilot war ihm die Luftverteidigung schon immer ein wichtiges Anliegen.“ Charles begann seine Militärlaufbahn 1971 mit einer Pilotenausbildung und diente bis 1977 aktiv bei der Royal Navy. Heute ist er als Monarch Oberbefehlshaber aller britischen Streitkräfte – eine Position, die zuvor seine Mutter, Königin Elizabeth II. († 96), innehatte.

Unbeeindruckt vom Andrew-Skandal

Auffällig war, dass sich Charles während des gesamten Besuchs nichts von dem aktuellen Skandal um seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (66) anmerken ließ. Der ehemalige Prinz wurde vergangene Woche festgenommen und mehrere Stunden von der Polizei befragt. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Handelsbeauftragter sensible Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben zu haben.

Charles hatte Andrew bereits im Oktober 2025 alle königlichen Titel aberkannt. Die militärischen Ehrentitel waren dem Bruder schon zuvor entzogen worden. Der König konzentrierte sich stattdessen voll und ganz auf seinen militärischen Pflichten und zeigte sich als engagierter Oberbefehlshaber, der trotz familiärer Turbulenzen professionell seinen Amtspflichten nachkommt.

Der Besuch in der Baker-Kaserne demonstrierte eindrucksvoll die Verbindung des Monarchen zu den britischen Streitkräften und unterstrich seine Rolle als symbolisches Oberhaupt der militärischen Institutionen des Vereinigten Königreichs.

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