Die Mega-Schlacht um Hormus: US-Bomber kämpfen jetzt um unsere Weltwirtschaft
Fast drei Wochen nach Beginn des Krieges gegen das Iran-Regime hat Washington seine Angriffe zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus massiv ausgeweitet. Tieffliegende Kampfjets jagen über die Seewege und feuern auf iranische Schnellboote, während Apache-Hubschrauber tödliche Drohnen aus der Luft holen. Diese neue Offensive ist Teil eines mehrstufigen Pentagon-Plans, der darauf abzielt, die Gefahr durch iranische Schnellboote, Seeminen und Marschflugkörper zu senken.
Warzenschwein-Jets im Einsatz gegen marine Ziele
Neu im Einsatz sind die legendären A-10 Thunderbolt II, von ihren Piloten auch „Warthog“ oder auf Deutsch „Warzenschwein“ genannt. Diese schwer bewaffneten Flugzeuge, die eigentlich für den Kampf gegen Panzer und andere Bodenziele konzipiert wurden, sind seit fast 50 Jahren bei der US-Luftwaffe im Dienst. Trotz mehrfacher Ausmusterungspläne bleibt der Oldie unter den Kampfjets wichtig und wurde nun für den Einsatz gegen marine Ziele umgerüstet.
Der Cockpit der A-10 ist mit Titan verstärkt, um die Piloten zu schützen – eine Konstruktion, die sich bereits bei Einsätzen gegen den „Islamischen Staat“ in Jordanien bewährt hat. Neben den A-10-Kampfjets fliegen auch Apache-Hubschrauber Einsätze über der Meerenge und vor der Südküste des Iran. Diese Apaches sollen insbesondere Drohnen ausschalten, die zu den effektivsten Waffen des iranischen Regimes gegen arabische Nachbarstaaten und deren Energie-Infrastruktur im Persischen Golf zählen.
Komplexe Militäroperation mit ungewissem Ausgang
Die hochkomplizierte Militäroperation wird nach Einschätzung von Iran-Experte Farzin Nadimi vom Nah-Ost-Institut Washington Wochen dauern. Der Iran hat ein dichtes Netz an Waffen entlang des Nadelöhrs aufgebaut, darunter große Bestände an Seeminen, Marschflugkörpern auf Lkw und Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen mit tief in den Fels gegrabenen Tunneln.
An der engsten Stelle ist die Straße von Hormus nur 38 Kilometer breit. Michael Connell vom Center for Naval Analyses erklärt, dass es zwar machbar sei, die Bedrohung so weit zu senken, dass Schiffe wieder regelmäßig passieren können, aber nicht zu 100 Prozent. Mit der Zeit könnte ein Punkt erreicht werden, an dem Schiffe zwar durchfahren, das iranische Regime aber hin und wieder doch einen Zufallstreffer landen könnte.
Iran plant Mautgebühren für die Passage
Durch die Blockade einer Route, über die 20 Prozent der weltweiten Ölexporte laufen, schoss der Ölpreis für die Sorte Brent zeitweise auf 119 Dollar pro Barrel. Am Donnerstag schloss er bei 108,65 Dollar, ein Plus von 1,2 Prozent. Damit trifft das iranische Regime die Achillesferse der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, der am 28. Februar mit Israel in diesen Krieg gegen die radikalislamischen Mullahs mit atomaren Ambitionen zog.
Neue Brisanz bekam die Lage am Donnerstag, als Teheran laut Berichten mit Planungen begann, ausgewählten Schiffen die Durchfahrt zu erlauben. Das Parlament prüft ein Gesetz, das Gebühren für die Passage vorsieht. Damit könnte das Regime seine strategische Lage nutzen und Abkommen mit Staaten schließen, die auf Öl, Gas und andere Rohstoffe aus der Golfregion angewiesen sind.
Danny Citrinowicz vom Atlantic Council kommentiert auf X: „In der Praxis führt dies zu einer Form erzwungener Interdependenz: Staaten, die Zugang zu Energie aus dem Golfraum anstreben, sehen sich möglicherweise gezwungen, Iran entgegenzukommen.“ Selbst nach einem Ende der Kämpfe gebe es Zweifel, ob sich diese Situation ändern würde.
US-Angriffe zeigen erste Erfolge
Seit mehreren Tagen zerstören A-10-Kampfjets und Apache-Hubschrauber iranische Schnellboote, die Handelsschiffe bedrängen. Die zusätzlichen Maschinen verschärfen die Angriffe deutlich. Die USA bombardieren außerdem Stützpunkte und stark befestigte Marschflugkörper-Stellungen der Islamischen Revolutionsgarden, die gemeinsam mit der iranischen Marine die Verteidigung der Meerenge kontrollieren.
Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Donnerstag, dass die Angriffe mehr als 120 iranische Marineschiffe beschädigt oder zerstört hätten. Diese Entwicklung zeigt, dass die US-Offensive erste Erfolge erzielt, doch die Schlacht um die Kontrolle der wichtigsten Wasserstraße der Welt ist noch lange nicht entschieden.



