Garagen voller Trabis: Wie ein Dessauer nach der Wende auf den Geschmack kam
Garagen voller Trabis: Dessauer entdeckt Liebe zur „Pappe“

Vor 35 Jahren rollte der letzte Trabant vom Band. Doch die Ära des Kultautos ist damit noch lange nicht vorbei. In Kleinkühnau bei Dessau hat Bernd Bauer sein ganzes Grundstück voller „Pappen“, wie die Trabanten liebevoll genannt werden. Der Oldtimerfreund kam erst nach der Wende auf den Geschmack des ostdeutschen Automobils.

Die unerwartete Renaissance des Trabants

Wenn ihnen damals jemand erzählt hätte, dass die Zulassungszahlen des Trabants im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr steigen – die Mitarbeiter des VEB Sachsenring in Zwickau hätten es wohl nicht geglaubt. Und doch stieg jüngst die Zahl der zugelassenen „Pappen“ in Deutschland von 41.447 im Jahr 2025 auf 41.862 Anfang 2026. Scheinbar werden in Garagen und Scheunen auch heute noch vergessene Trabis gefunden und restauriert.

Bernd Bauer: Ein Spätberufener Trabi-Liebhaber

Bernd Bauer aus Kleinkühnau ist einer dieser Enthusiasten. Sein Grundstück ist gefüllt mit Trabanten, die er liebevoll restauriert. Besonders stolz ist er auf seinen „Tramp“-Trabant, der als absolutes Schmuckstück gilt. „Die Faszination für den Trabi kam bei mir erst nach der Wende“, erzählt Bauer. „In der DDR war er für mich nur ein Gebrauchsgegenstand, aber heute schätze ich seinen Charme und seine Geschichte.“

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Die „Pappe“ lebt weiter

Der Trabant, aufgrund seiner Karosserie aus Duroplast oft als „Pappe“ bezeichnet, hat eine treue Fangemeinde. Viele Besitzer investieren viel Zeit und Geld in die Restauration der Fahrzeuge. Die steigenden Zulassungszahlen zeigen, dass das Interesse an dem Kultauto ungebrochen ist. Auch in Zukunft werden wohl immer wieder vergessene Trabis in Garagen und Scheunen entdeckt und wieder zum Leben erweckt.

Für Bernd Bauer ist die Sammlung der Trabanten mehr als nur ein Hobby. „Es ist eine Leidenschaft, die mich mit der Geschichte verbindet“, sagt er. „Jeder Trabi hat seine eigene Geschichte, und es ist schön, sie zu bewahren.“

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