Schwere Verluste der US-Luftwaffe im Iran-Einsatz
Die amerikanische Luftwaffe hat am Freitag im Rahmen ihrer Operationen gegen den Iran entscheidende Rückschläge hinnehmen müssen. Nach aktuellen Berichten wurden zwei US-Kampfjets abgestürzt, wobei bei einem der Abschuss durch iranische Streitkräfte bestätigt wurde. Dies stellt den ersten bestätigten feindlichen Beschuss eines US-Kampfjets seit Beginn des Irankriegs und seit über zwei Jahrzehnten dar.
Details zu den abgestürzten Kampfjets
Laut Medienberichten und Bestätigungen der US-Regierung wurde am Freitag ein US-Kampfjet vom Typ F-35E von iranischen Streitkräften abgeschossen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues Verteidigungssystem zerstört worden. Iranische Staatsmedien veröffentlichten Bilder von angeblichen Wrackteilen, die auf ein Flugzeug des 494th Fighter Squadron hindeuten, das normalerweise auf dem britischen Stützpunkt RAF Lakenheath stationiert ist.
Später am Freitag meldete das iranische Staatsfernsehen, dass Iran einen weiteren Kampfjet vom Typ A-10 getroffen habe. Die Maschine sei über dem Persischen Golf abgestürzt. Das US-Militär bestätigte bislang nur den Absturz, nicht jedoch einen Abschuss der A-10. Nach Informationen von NBC News und CBS News unterstützte der A-10-Jet die Such- und Rettungsmission für die abgeschossene F-15.
Rettungsmissionen unter Beschuss
Die Such- und Rettungsmaßnahmen gestalteten sich äußerst gefährlich. Laut der Washington Post wurden zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die an den Rettungsaktionen beteiligt waren, vom Iran beschossen und getroffen. Personen an Bord erlitten Verletzungen, doch beide Maschinen konnten sicher zu ihrem Stützpunkt zurückkehren.
In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigen US-Maschinen bei ihrer Rettungsmission: Pave-Hawk-Helikopter sind im Tiefflug über Iran zu sehen, während sie von Iranern am Boden beschossen werden.
Schicksal der Besatzungen
Der abgeschossene F-15E ist ein Zweisitzer mit einem Pilot und einem Waffensystemoffizier an Bord. Medienberichten zufolge wurde der Pilot von US-Spezialeinheiten gerettet. Nach dem Waffensystemoffizier wird weiterhin gesucht.
Iranische Medien teilten mit, dass eine Belohnung für denjenigen ausgesetzt sei, der "den feindlichen Piloten oder die Piloten lebend fängt und der Polizei übergibt". Eine TV-Sendung rief laut AP sogar dazu auf, auf jedes vorbeifliegende US-Flugzeug zu schießen.
Beim möglicherweise abgeschossenen A-10-Jet gelang es dem Pilot laut Berichten, seine beschädigte Maschine vor dem Absturz in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich per Schleudersitz in Sicherheit zu bringen.
Humanitäre und politische Konsequenzen
Nach aktualisierten Zahlen des Pentagons wurden bislang 365 amerikanische Soldaten im Rahmen der US-Operationen gegen Iran verletzt. Dreizehn kamen dabei ums Leben.
Politisch sind die Vorfälle besonders heikel, da sie zeigen, dass Iran immer noch in der Lage ist, den Angreifern gefährlich zu werden. US-Präsident Donald Trump und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten und die USA die Lufthoheit erlangt hätten.
In einer Ansprache am Mittwochabend erklärte Trump, die "zentralen strategischen Ziele" der USA stünden "kurz vor der Vollendung". Auf Nachfragen zu den verlorenen Kampfjets antwortete er in einem Telefoninterview: "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird." Dem US-Nachrichtensender NBC sagte Trump, dass sich die Verluste nicht auf Verhandlungen mit der Führung in Teheran auswirkten: "Nein, überhaupt nicht. Es ist eben Krieg."
Die Vorfälle werfen ernste Fragen zur aktuellen militärischen Strategie der USA im Iran-Konflikt auf und zeigen, dass die iranischen Verteidigungssysteme weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen.



