Forsa-Umfrage: AfD baut Vorsprung auf fünf Punkte vor Union aus
AfD fünf Punkte vor Union in Forsa-Umfrage

Die AfD hat in einer aktuellen Forsa-Umfrage ihren Vorsprung weiter ausgebaut und liegt nun fünf Prozentpunkte vor der Union. Im sogenannten Trendbarometer, das im Auftrag von RTL und ntv erstellt wurde, gewinnt die Partei einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche und erreicht nun 27 Prozent. Die Union hingegen verliert zwei Punkte und kommt nur noch auf 22 Prozent.

Miserable Werte für Kanzler Merz

Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sinkt laut den veröffentlichten Ergebnissen auf einen neuen Tiefpunkt. Nur noch 15 Prozent der Befragten sind mit der bisherigen Arbeit von Merz zufrieden – das ist eine Verschlechterung um drei Punkte im Vergleich zur Vorwoche. Ganze 83 Prozent antworten auf die entsprechende Frage mit Nein. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für das Trendbarometer vom 21. bis zum 27. April insgesamt 2.503 Menschen. Die Umfrage gilt als repräsentativ.

Linke zieht mit SPD gleich

Die vergangene Woche war geprägt vom Ringen der schwarz-roten Koalition um Reformen. Im Fokus steht unter anderem das Sparpaket für die Krankenversicherung. Zudem sorgte Merz mit seiner umstrittenen Aussage zur gesetzlichen Rente als „Basisabsicherung“ für Aufregung. Auf dem dritten Platz in der Wählergunst liegen die Grünen mit unverändert 15 Prozent. Die mit der Union regierende SPD kommt auf 12 Prozent – das gleiche Ergebnis wie in der Vorwoche. Damit liegt die SPD gleichauf mit der Linken, die einen Punkt zulegen kann. Die FDP erreicht vier Prozent und liegt damit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf acht Prozent.

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AfD auch bei anderen Instituten vorn

Zuletzt stand die AfD auch in Umfragen mehrerer anderer Institute auf Platz eins. Eine am Wochenende veröffentlichte Insa-Erhebung für die „Bild am Sonntag“ sah die Partei bei 28 Prozent, vier Punkte vor der Union. Im vor gut eineinhalb Wochen veröffentlichten ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen war der Vorsprung mit 26 zu 25 Prozent noch deutlich knapper. Bei Forsa lag die AfD im vergangenen September bereits einmal bei 27 Prozent, damals war die Union mit 24 Prozent aber noch stärker als jetzt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. ntv gibt für das aktuelle Trendbarometer eine statistische Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

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