Mit großer Spannung werden in diesem Jahr die beiden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt erwartet. Am 6. beziehungsweise 20. September werden die Wähler in den beiden ostdeutschen Bundesländern an die Wahlurne gebeten. Derzeit liegt in beiden Ländern die AfD in den Umfragen vorn – in Sachsen-Anhalt haben die Rechtspopulisten ihren bisherigen Vorsprung sogar noch ausgebaut.
Sachsen-Anhalt: AfD liegt weit vor der CDU
Im aktuellen „Sachsen-Anhalttrend“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von „Magdeburger Volksstimme“, „Mitteldeutsche Zeitung“ und Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) rangiert die AfD mit 41 Prozent weit vor der CDU mit 26 Prozent. Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage im September 2025 hat die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund um zwei Prozentpunkte zugelegt. Hinter der zweitplatzierten CDU (minus 1 Punkt) folgen Linke (12 Prozent) und SPD (7 Prozent). Für die Grünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde es mit jeweils vier Prozent nicht zum Einzug in den Landtag in Magdeburg reichen. Auch die derzeit noch mitregierende FDP würde nicht im Parlament vertreten sein. Sollten neben der AfD mit der CDU, den Linken und der SPD lediglich drei weitere Fraktionen im Landtag vertreten sein, könnte die AfD mit ihren 41 Prozent vielleicht sogar schon an der absoluten Mehrheit kratzen.
Schwesig muss in MV Rückstand aufholen
In Mecklenburg-Vorpommern lag die AfD bei der jüngsten Umfrage Mitte März bei 34 Prozent. Bei der Umfrage, die vom Nordkurier in Auftrag gegeben worden war, schaffte die SPD mit der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 26 Prozent. Die CDU kam auf 12, die mitregierende Linke auf 10 Prozent.



