Die AfD liegt laut einer aktuellen Forsa-Umfrage bundesweit weiterhin in der Wählergunst vor der Union. Die in manchen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei erreicht im RTL/n-tv Trendbarometer unverändert 27 Prozent, während die Union im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 22 Prozent zulegt.
Die FDP verliert in der Umfrage einen Punkt und würde mit 4 Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen. Ein nachhaltiger Aufwind durch den neuen Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki ist nicht spürbar. Anfang Juni – kurz nach Kubickis Wahl zum FDP-Chef – war die Partei erstmals seit Langem wieder über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen und lag genau bei fünf Prozent.
Die Werte aller anderen Parteien haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert: Die SPD erreicht 12 Prozent, die Grünen liegen bei 15 Prozent, die Linke bei 11 Prozent. Die Zustimmungswerte zum BSW liegen knapp über der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozent. Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) will entweder nicht wählen oder ist noch unentschlossen.
Bei anderen Umfrageinstituten lag die AfD zuletzt ebenfalls vorne. Bei der Forschungsgruppe Wahlen betrug der Abstand zur Union vergangene Woche vier Prozentpunkte.
Ein Blick auf das mögliche Wählerpotenzial zeigt Unterschiede: 45 Prozent können sich grundsätzlich vorstellen, die Union zu wählen. Die SPD liegt mit 46 Prozent sogar einen Punkt höher. Die Grünen haben ein Potenzial von 39 Prozent, die Linke von 30 Prozent und die FDP von 29 Prozent. Bei der AfD liegt das Wählerpotenzial dagegen nur bei 28 Prozent – ein deutlich geringeres Mobilisierungspotenzial als bei anderen Parteien.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der erhobenen Daten.



