AfD Niedersachsen fordert Mandatsverzicht: Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Abgeordnete
AfD Niedersachsen: Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Abgeordnete

AfD Niedersachsen fordert Mandatsverzicht: Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Abgeordnete

Die niedersächsische Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion hat die Abgeordnete Martina Uhr aus ihren Reihen ausgeschlossen und sie zum sofortigen Verzicht auf ihr Mandat aufgefordert. Dies teilte der Landesgruppenvorsitzende Andreas Paul am Abend in einer offiziellen Stellungnahme mit. Sollte Uhr ihrer Aufforderung nicht innerhalb von 24 Stunden nachkommen, plant die Landesgruppe, in der nächsten Fraktionssitzung ihren Ausschluss aus der Bundestagsfraktion zu beantragen.

Vorwürfe der Vetternwirtschaft bestätigt

Zuvor hatte die Zeitung „Welt“ berichtet, dass Uhr ihren Lebensgefährten sowie dessen Tochter in ihrem Bundestagsbüro angestellt habe. „Eine sofortige Überprüfung durch die Landesgruppe bestätigte diese Vorwürfe in vollem Umfang“, betonte der Vorsitzende Paul in seiner Erklärung. Die AfD sieht sich seit Wochen mit wiederholten Anschuldigungen der Vetternwirtschaft konfrontiert, wobei dieser neue Fall aus Niedersachsen nun für besondere Schlagzeilen sorgt.

Martina Uhr, die 2025 über die Landesliste in den Bundestag einzog und dort als 64-jähriges Mitglied im Umweltausschuss tätig ist, äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht zu den Vorwürfen. Ihre Position innerhalb der Fraktion scheint jedoch ernsthaft gefährdet, nachdem die Landesgruppe ihre internen Ermittlungen abgeschlossen hat.

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Politische Konsequenzen und nächste Schritte

Der Fall wirft ein grelles Licht auf die innerparteilichen Spannungen und die anhaltenden Kontroversen um die AfD. Die Forderung nach einem Mandatsverzicht innerhalb eines so kurzen Zeitrahmens von nur 24 Stunden unterstreicht die Dringlichkeit, mit der die Landesgruppe die Angelegenheit behandelt. Sollte Uhr sich weigern, ihren Sitz niederzulegen, könnte der beantragte Ausschluss aus der Fraktion weitreichende politische und parlamentarische Folgen haben.

Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von ähnlichen Anschuldigungen ein, die die Partei in den letzten Wochen beschäftigt haben. Die niedersächsische AfD-Landesgruppe betont in ihrer Stellungnahme, dass sie entschlossen sei, gegen jegliche Form von Vetternwirtschaft vorzugehen und die Integrität ihrer Abgeordneten zu wahren. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, während die politische Öffentlichkeit gespannt auf Reaktionen und mögliche Konsequenzen blickt.

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