Berliner Mehrheit befürwortet Olympia-Bewerbung: Umfrage zeigt Stimmungswende
Berliner Mehrheit für Olympia-Bewerbung laut Umfrage

Berliner Mehrheit unterstützt Olympia-Bewerbung der Hauptstadt

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) belegt eine deutliche Zustimmung der Berliner Bevölkerung zu einer möglichen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Fast zwei Drittel der Befragten können sich das Sportgroßereignis in der deutschen Hauptstadt grundsätzlich vorstellen.

Klares Votum für Olympische Spiele in Berlin

Die Studie des Meinungsforschungsinstituts Dimap zeigt, dass 38 Prozent der wahlberechtigten Berliner eine Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele eindeutig befürworten. Weitere 22 Prozent antworteten mit „eher ja“ auf die entsprechende Frage. Damit liegt die grundsätzliche Zustimmung bei insgesamt 60 Prozent der Bevölkerung.

Die Ablehnung fällt hingegen deutlich geringer aus. Nur 18 Prozent lehnen Olympische Spiele in Berlin kategorisch ab, während 16 Prozent eine „eher neine“ Haltung einnehmen. Die repräsentative Erhebung basiert auf einer Kombination aus Online- und Telefoninterviews, die zwischen dem 19. und 25. März durchgeführt wurden. Insgesamt nahmen 1.205 Berliner Bürger an der Umfrage teil.

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Regierender Bürgermeister Wegner sieht Bestätigung

Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wertet die Umfrageergebnisse als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. „Die Umfrage bestärkt uns auf unserem Weg: Wir werden gemeinsam mit dem Olympiabeauftragten weiter dafür arbeiten, die Berlinerinnen und Berliner und auch den Deutschen Olympischen Sportbund von unserem Konzept für nachhaltige, moderne und inklusive Spiele in Berlin zu überzeugen“, erklärte Wegner.

Die Berliner Stadtregierung setzt dabei auf ein umfassendes Beteiligungsverfahren. Aktuell läuft ein Bürgerforum, das gemeinsam mit Akteuren aus der Stadtgesellschaft und durch Online-Beteiligung eine sogenannte „Bürgercharta für Olympia“ erarbeiten soll. In den vergangenen Wochen tourten Olympia-Befürworter bereits durch alle Berliner Kieze, um die Bevölkerung von den Plänen zu überzeugen.

Deutliche Stimmungswende im Vergleich zum Vorjahr

Die aktuellen Zahlen markieren eine bemerkenswerte Wende in der öffentlichen Meinung. Im November des Vorjahres war eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des „Tagesspiegel“ noch zu einem gegenteiligen Ergebnis gekommen. Damals sprachen sich 67 Prozent der Befragten gegen eine Berliner Olympia-Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 aus. Nur 27 Prozent unterstützten die Pläne des Senats, während sechs Prozent unentschieden blieben.

Deutschlandweite Bewerbungssituation

Auf die Frage nach einer grundsätzlichen Olympia-Bewerbung Deutschlands antworteten 44 Prozent der Berliner mit „ja“, während 13 Prozent ablehnend reagierten. Der Deutsche Olympische Sportbund wird Ende September über den deutschen Bewerber für die Olympischen Spiele entscheiden. Zur Auswahl stehen die Austragungsjahre 2036, 2040 oder 2044.

Neben Berlin bewerben sich drei weitere deutsche Standorte um das prestigeträchtige Sportevent:

  • München
  • Hamburg
  • Die Rhein-Ruhr-Region

Anders als in München, wo ein verbindlicher Bürgerentscheid vorgesehen ist, gibt es in Berlin aus verfassungsrechtlichen Gründen keine solche direkte Volksabstimmung. Die Berliner Stadtregierung setzt stattdessen auf das beschriebene Beteiligungsverfahren, um die Bevölkerung in die Planungen einzubeziehen.

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