Epstein-Ausschuss: Bill Clinton weist alle Vorwürfe entschieden zurück
Bill Clinton weist Epstein-Vorwürfe vor US-Parlament zurück

Epstein-Ausschuss: Bill Clinton weist alle Vorwürfe entschieden zurück

Nach der Befragung seiner Ehefrau Hillary Clinton muss sich nun auch der frühere US-Präsident Bill Clinton den Fragen des Kontrollausschusses des Repräsentantenhauses zu seiner Verbindung mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stellen. Gleich zu Beginn seiner Aussage wies Clinton jegliche Kenntnis von Epsteins kriminellen Aktivitäten entschieden von sich.

„Nichts gesehen und nichts Falsches getan“

In einer über soziale Medien verbreiteten Erklärung betonte der Ex-Präsident, er habe während seiner begrenzten Kontakte mit Epstein „keinerlei Anzeichen“ für dessen tatsächliches Handeln wahrgenommen. „Ich habe nichts gesehen und nichts Falsches getan“, schrieb Clinton in der Stellungnahme. Seine Bekanntschaft mit dem 2019 verstorbenen Epstein sei nur von kurzer Dauer gewesen und habe bereits Jahre vor der Aufdeckung der Verbrechen geendet.

Begrenzte Erinnerung und dokumentierte Kontakte

Clinton machte deutlich, dass er unter Eid nichts sagen wolle, dessen er sich nicht absolut sicher sei. „Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere“, erklärte er. Spekulationen oder Mutmaßungen über Ereignisse, die fast ein Vierteljahrhundert zurückliegen, lehnte er ab – er werde „nicht 24 Jahre später Detektiv spielen“.

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Dennoch tauchen Clintons Name und Bilder von ihm in zahlreichen Dokumenten der Epstein-Ermittlungen auf. Bekannt ist unter anderem, dass Epstein während Clintons Amtszeit als Präsident mehrfach Zugang zum Weißen Haus hatte. Zudem reiste der Ex-Präsident wiederholt mit dem Privatflugzeug des später verurteilten Sexualstraftäters.

Politische Dimension der Aussage

Die Befragung Clintons erfolgt im Rahmen der laufenden Untersuchungen des US-Parlaments zur Epstein-Affäre, die bereits zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft erfasst hat. Die Aussage des ehemaligen Staatsoberhaupts unterstreicht die anhaltende politische Brisanz des Falls, der seit Jahren die amerikanische Öffentlichkeit beschäftigt.

Clintons entschiedene Zurückweisung aller Vorwürfe steht im Kontrast zu den dokumentierten Verbindungen zwischen beiden Männern. Der Ausschuss wird nun prüfen müssen, inwieweit diese Widersprüche aufzuklären sind und welche weiteren Schritte erforderlich sein könnten.

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