Neue Umfrage vor bayerischer Kommunalwahl: CSU verliert an Zustimmung
Kurz vor der Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage deutliche Verschiebungen im politischen Kräfteverhältnis. Laut dem Wählercheck von 17:30 SAT.1 Bayern kommt die CSU auf kommunaler Ebene nur noch auf 33 Prozent der Stimmen. Dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Ergebnis von 2020 dar, als die Christlich-Soziale Union noch 34,5 Prozent erreichte.
AfD und Freie Wähler legen deutlich zu
Hinter der CSU positioniert sich die AfD mit 14 Prozent auf dem zweiten Platz. Damit würde die Partei ihr Ergebnis von 2020, das bei lediglich 4,7 Prozent lag, mehr als verdreifachen. Die Freien Wähler kämen laut der aktuellen Erhebung auf 11 Prozent und liegen damit knapp unter ihrem Wert von vor sechs Jahren, der bei 11,9 Prozent lag.
Grüne und SPD drohen massive Verluste
Besonders dramatisch entwickelt sich die Situation für die Grünen und die SPD. Nach ihrem Rekordergebnis von 17,5 Prozent im Jahr 2020 würden die Grünen der Umfrage zufolge nur noch auf 10 Prozent kommen. Die Sozialdemokraten landen sogar bei lediglich 8 Prozent, was einem deutlichen Rückgang gegenüber den 13,7 Prozent von 2020 entspricht.
Weitere Parteien erreichen in der kommunalen Umfrage folgende Werte:
- Die Linke: 2 Prozent
- BSW: 1 Prozent
- FDP: 1 Prozent
- Bayernpartei: 1 Prozent
- ÖDP: 1 Prozent
Sonntagsfrage zeigt CSU bei 39 Prozent für Landtagswahl
Bei der klassischen Sonntagsfrage mit Blick auf eine mögliche Landtagswahl schneidet die CSU mit 39 Prozent deutlich besser ab. In dieser Erhebung folgen auf den weiteren Plätzen:
- AfD mit 18 Prozent
- Grüne mit 13 Prozent
- Freie Wähler mit 10 Prozent
- SPD mit 7 Prozent
- Linke mit 3 Prozent
- FDP und BSW jeweils mit 2 Prozent
Methodik und Unsicherheiten von Wahlumfragen
Der Wählercheck wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefon- und Onlinebefragung in Bayern mit 1.003 Befragten im Zeitraum vom 25. Februar bis zum 2. März 2026.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten erheblich. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und stellen keine verlässlichen Prognosen für den tatsächlichen Wahlausgang dar.
Viele Wähler in Bayern sind laut den letzten Umfragen noch unentschlossen, was zu den sehr unterschiedlichen Ergebnissen für die CSU beiträgt. Die Kommunalwahl am 8. März wird zeigen, inwieweit sich die Umfragewerte in tatsächliche Mandate übersetzen lassen.



