Landtagswahl Baden-Württemberg: Grüne verteidigen knapp Platz eins in Hochrechnungen
Landtagswahl BW: Grüne knapp vor CDU in Hochrechnungen

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne verteidigen knapp die Spitzenposition

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die ersten Hochrechnungen ein spannendes und enges Rennen ergeben. Die Grünen konnten sich demnach knapp als stärkste Kraft behaupten und liegen minimal vor der CDU. Es zeichnet sich ein Parlament mit vier Parteien ab, während zwei etablierte Kräfte den Einzug verpassen.

Grüne mit Cem Özdemir holen knappen Vorsprung

Die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir kommen nach den Hochrechnungen der ARD auf 31,8 Prozent und laut ZDF auf 31,7 Prozent. Damit können sie ihr Ergebnis aus dem Jahr 2021, als sie 32,6 Prozent erreichten, in etwa halten. Bemerkenswert ist, dass die CDU im Wahlkampf lange Zeit deutlich in Führung lag. Erst im Endspurt gelang den Grünen eine beeindruckende Aufholjagd, die ihnen nun den knappen Vorsprung sichert.

CDU legt zu, bleibt aber hinter Erwartungen

Die CDU unter Landeschef Manual Hagel erreicht in den Hochrechnungen 29,8 Prozent (ARD) beziehungsweise 30,3 Prozent (ZDF). Im Vergleich zu 2021, als die Partei 24,1 Prozent holte, bedeutet dies einen deutlichen Zuwachs. Allerdings bleibt das Ergebnis hinter den hohen Erwartungen zurück, die im Vorfeld der Wahl geherrscht hatten.

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AfD verdoppelt Stimmenanteil und wird drittstärkste Kraft

Die AfD kann ihren Stimmenanteil etwa verdoppeln und wird mit 17,6 Prozent (ARD) beziehungsweise 17,9 Prozent (ZDF) drittstärkste Kraft. Im Jahr 2021 hatte die Partei noch 9,7 Prozent erreicht. Dieser starke Zuwachs unterstreicht die veränderte politische Landschaft in Baden-Württemberg.

SPD schafft knappen Einzug, FDP und Linke scheitern

Die SPD liegt den Hochrechnungen zufolge bei 5,5 Prozent (ARD) oder 5,4 Prozent (ZDF) und damit nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Im Vergleich zu 2021, als sie 11,0 Prozent erreichte, hat sich ihr Ergebnis etwa halbiert. Die FDP scheitert mit 4,5 Prozent in beiden Hochrechnungen klar am Einzug in den Landtag, nachdem sie vor fünf Jahren noch 10,5 Prozent geholt hatte. Ebenso knapp verpasst die Linke mit 4,5 Prozent den Wiedereinzug ins Landesparlament.

Die Hochrechnungen deuten auf ein Parlament mit vier Fraktionen hin: Grüne, CDU, AfD und SPD. Die politische Ausrichtung im Südwesten wird damit vielfältiger und die Regierungsbildung könnte sich als herausfordernd erweisen. Die endgültigen Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, um die genauen Mehrheitsverhältnisse zu klären.

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