Teterow-Wahl: So lief die Abstimmung in den Wahllokalen
Wer wird neuer Bürgermeister? Diese Frage bewegte am Sonntag die Bergringstadt Teterow, wo die Bürger über die künftige Führung ihrer Kommune abstimmten. Das Ergebnis ist nun bekannt: Robert Straßburg von der SPD hat die meisten Stimmen erhalten und zieht damit in die Stichwahl ein.
Straßburg siegt klar, Gütschow folgt auf Platz zwei
Im kleinen Gastraum des Teterower Kulturhauses brannte am Sonntagabend noch bis spät in die Nacht das Licht. Mit etwa fünfzehn Mitgliedern und Sympathisanten des SPD-Ortsvereins Teterow-Gnoien feierte Robert Straßburg hier den Ausgang der Teterower Bürgermeisterwahl. Der 37-jährige Sozialdemokrat ging mit 39,5 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor und steht nun am 15. März gemeinsam mit dem Einzelbewerber Thomas Gütschow, der 29,4 Prozent erreichte, in der Stichwahl. Nach Auszählung aller Stimmen hatte Straßburg nicht nur in allen vier Wahllokalen die meisten Kreuze bekommen, sondern auch bei der Briefwahl die Nase vorn.
Bestes Ergebnis im Wahllokal der Feuerwehr
Den größten Abstand zu seinen Verfolgern legte Straßburg im Wahllokal in der Feuerwehr hinter sich. Dort fuhr der Sozialdemokrat mit 43,4 Prozent sein bestes Ergebnis ein, während es Thomas Gütschow auf 25,4 Prozent brachte. Auf den Plätzen folgten CDU-Mann Matthias Hantel mit 19,2 Prozent und Einzelbewerber Enrico Malow mit 12 Prozent. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Stichwahlkandidaten gab es in den Wahllokalen Teterow Nord und Ost. Dort erzielte Robert Straßburg 39,4 bzw. 35,4 Prozent, während sich 37,3 und 34,0 Prozent der Wähler für Thomas Gütschow entschieden.
Diskussion um geringe Wahlbeteiligung
Ein Diskussionsthema am Sonntagabend und am Tag nach der Abstimmung war nicht nur das Ergebnis der vier Kandidaten, sondern auch die Wahlbeteiligung. Diese lag gerade einmal bei 52,7 Prozent und bewegte sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie bei der letzten Bürgermeisterwahl vor acht Jahren. Unterm Strich heißt das nichts anderes, als dass am Sonntag etwa 3.400 Teterower nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Die Beteiligung habe zwar höher gelegen als bei vergleichbaren Wahlen in Neubrandenburg oder Schwaan, sei aber dennoch viel zu gering, meint Teterows Bürgervorsteher Christian Wolter von der AfD. Für die Stichwahl wünscht er sich, dass mehr Bergringstädter als am Sonntag von ihrem demokratischen Grundrecht Gebrauch machen. Ob und wie das gelingt, liege nicht zuletzt auch an den beiden verbliebenen Kandidaten und ihrem Geschick, die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren.
Ähnlich sieht es Teterows zweite stellvertretende Bürgervorsteherin Grit Schmelzer von der SPD. „Am 15. März wird eine Entscheidung getroffen, die für Teterows Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von großer Bedeutung ist. Ich hoffe sehr, dass das auch die Leute in der Stadt so sehen und mehr Wähler als am Sonntag ihre Stimme abgeben“, so Schmelzer. Die Stichwahl am 15. März wird somit nicht nur über den neuen Bürgermeister entscheiden, sondern auch zeigen, ob die Bürger von Teterow ihr Wahlrecht stärker nutzen werden.



