Tödliche Lawine im Aostatal: Deutscher Skifahrer trotz Warnstufe 4 verunglückt
Deutscher stirbt bei Lawinenunglück im Aostatal

Tödlicher Leichtsinn im Aostatal: Deutscher Skifahrer stirbt bei Lawinenunglück

Ein tragischer Vorfall im italienischen Aostatal hat am Donnerstag das Leben eines deutschen Skifahrers gefordert. Trotz einer ausgerufenen Lawinenwarnstufe 4 von 5 begab sich eine Gruppe von fünf Deutschen in Begleitung eines Bergführers auf eine Skitour in 2550 Metern Höhe.

Notruf und dramatische Rettungsaktion

Gegen 13:30 Uhr setzte die Gruppe einen Notruf ab, nachdem eine Lawine abgegangen war und zwei der fünf Skifahrer verschüttet hatte. Die drei unverletzten Gruppenmitglieder begannen umgehend mit der Suche und konnten die Verschütteten ausgraben.

Die Bergrettung stand vor enormen Herausforderungen. Ein Rettungshubschrauber konnte aufgrund schlechter Wetterbedingungen die acht Helfer nicht direkt am Unglücksort absetzen. Die Rettungskräfte mussten die letzten 500 Meter auf Skiern mit Steigfellen zurücklegen – bei weiterhin akuter Lawinengefahr.

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„Es war ein sehr heikler Einsatz“, erklärte Paolo Comune, Leiter des Bergrettungsdienstes Aostatal, gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. „Das größte Problem war nicht, die Lawinenopfer nicht direkt mit dem Hubschrauber erreichen zu können, sondern die Tatsache, dass die Situation selbst für die Rettungsteams, die sich zu Fuß auf den Weg machten, gefährlich war.“

Kritischer Zustand und Tod im Krankenhaus

Bei Eintreffen der Rettungskräfte waren die Verschütteten bereits befreit. Der 54-jährige Deutsche befand sich in einem kritischen Zustand mit starker Unterkühlung. Die andere Person war nur leicht verletzt. Nach Stabilisierung des Schwerverletzten und einer Wetterbesserung wurde er per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Dort konnten die Ärzte den Mann nicht mehr retten. Er verstarb am Nachmittag im Krankenhaus. Die zweite verletzte Person wurde zur Beobachtung eingeliefert, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die italienische Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

Weiterer Unfall in Österreich mit deutschem Beteiligten

Am selben Tag kam es in Österreich zu einem weiteren schweren Unfall mit deutscher Beteiligung. Ein 52-jähriger Mann aus München war mit seiner 17-jährigen Tochter auf einer verschneiten Straße bei Sölden in Tirol unterwegs, als ihm gegen 16:30 Uhr ein Schneepflug entgegenkam.

Beim Bremsmanöver schlitterte der SUV in das Räumfahrzeug und stürzte 30 Meter einen Hang hinab. Das Fahrzeug blieb an einem Baum liegen. Der Mann wurde schwer verletzt, seine Tochter erlitt leichte Verletzungen.

Beide Vorfälle unterstreichen die Gefahren, die winterliche Bedingungen in den Alpen mit sich bringen können – sowohl abseits der Pisten als auch auf geräumten Straßen.

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