Schneechaos in Österreich: Stromausfälle, Lawinentote und Verkehrschaos
Massive Schneefälle haben in Österreich für ein verheerendes Winterchaos gesorgt. Besonders betroffen ist die Steiermark, wo nach Angaben der Energienetze Steiermark rund 30.000 Haushalte zeitweise ohne Stromversorgung auskommen mussten. Ursache waren zahlreiche ausgefallene Trafo-Stationen, die der extremen Wetterlage nicht standhielten.
Tödliche Lawinen in Tirol und Arbeitsunfall in Linz
In Tirol, wo bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fielen, gingen zahlreiche Lawinen ab. In St. Anton am Arlberg konnten zwei Menschen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden, drei weitere Personen wurden verletzt. Ein besonders dramatischer Vorfall ereignete sich im Skigebiet Nauders: Ein 42-jähriger deutscher Skifahrer und sein 16-jähriger Sohn wurden abseits der Piste von einer Lawine erfasst. Der Vater starb, der Sohn überlebte schwer verletzt. Beide stammten aus dem thüringischen Landkreis Eichsfeld.
In Linz kam es zu einem tragischen Arbeitsunfall: Ein Mitarbeiter des Winterdienstes wurde von einem Schneeräumfahrzeug überrollt und erlag seinen Verletzungen.
Verkehrschaos auf Schiene und in der Luft
Das Winterwetter behinderte auch den Verkehr massiv. Auf der Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck fiel ein Baum auf die Gleise und beschädigte die Oberleitung, sodass Züge aus München vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen enden mussten.
Am Wiener Flughafen fielen in der Nacht rund 20 Zentimeter Schnee. Der Betrieb wurde vorübergehend eingestellt, mindestens 150 Flüge wurden gestrichen. Der Winterdienst war seit Donnerstagabend durchgehend im Einsatz und beseitigte etwa 15.000 Tonnen Schnee. Erst gegen Mittag sollten wieder einzelne Starts und Landungen möglich sein, doch mit Verspätungen war den ganzen Tag zu rechnen.
Weitreichende Folgen und Rettungseinsätze
Die Schneemassen führten zu zahlreichen Rettungseinsätzen. In Tirol wurde ein Bus mit Firmenangestellten von einer Lawine erfasst und von der Straße geschoben. Glücklicherweise wurden keiner der zwölf Insassen verletzt. Die Behörden warnten weiterhin vor hoher Lawinengefahr in den Alpen und riefen Wintersportler zur Vorsicht auf.
Die Situation bleibt angespannt, da weitere Schneefälle prognostiziert werden und die Aufräumarbeiten voraussichtlich noch Tage in Anspruch nehmen werden.



