Darguns Schwimmerinsel: 30.000 Euro – bald am Müritzufer?
Darguns Schwimmerinsel: bald am Müritzufer?

Verkaufsgespräche: Darguns Schwimmerinsel könnte nach Waren kommen

Die Stadt Dargun hat offenbar einen Käufer für ihre abgebaute Schwimmerinsel gefunden. Die Edelstahl-Konstruktion, die einst im Darguner Klostersee für Badespaß sorgte, könnte schon bald am Ufer der Müritz im Warener Volksbad wieder aufgebaut werden. Die Stadt Waren hat am Dienstag gegenüber dem Nordkurier bestätigt, dass sie mit Dargun über einen möglichen Erwerb der Insel verhandelt. „Entsprechende Verhandlungen werden geführt, sind jedoch noch nicht abgeschlossen“, erklärte Warens Stadtsprecherin Maxi Rühlmann.

Verankerung in der Müritz wird noch geprüft

Seitens der Stadt Waren gibt es Überlegungen, eine Schwimmerinsel im Bereich des Volksbades zu installieren. Derzeit werden die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen geprüft. „Dazu gehören unter anderem Abstimmungen mit dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, insbesondere in Hinblick auf die erforderliche Verankerung der Anlage im Gewässerboden der Müritz“, so Rühlmann. Eine verlässliche Aussage, wann eine Schwimminsel am Volksbad in Betrieb genommen wird, sei derzeit noch nicht möglich.

Aus Dargun ist inzwischen bekannt, wie viel die neun Jahre alte Insel mit Rutsche und Sprungbrett noch kosten soll. Die Stadt am Klostersee verlangt 30.000 Euro dafür. „Die im Jahr 2017 errichtete Anlage weist eine gute Substanz auf, wodurch eine direkte Wiederverwendung an einem neuen Standort technisch und wirtschaftlich zweckmäßig ist“, heißt es aus dem Darguner Rathaus.

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Badegäste gehen auf eigene Gefahr ins Wasser

Die Darguner hatten im April ihre Edelstahl-Insel aus dem Wasser geholt. Die Stadt muss sich von dem Badegerät trennen, weil das Strandbad am Klostersee jetzt nur noch eine einfache Badestelle ist. Damit will die Stadt die teuren Kosten für eine Badeaufsicht sparen. Alle badetypischen Gerätschaften müssen dafür abgebaut werden, darunter auch die erst im Herbst 2017 für etwa 120.000 Euro angeschaffte Schwimmerinsel mit Rutsche und Sprungturm.

Darguns Strandbad ist seit Saisonbeginn nur noch eine „öffentliche Badestelle“. Die Besucher gehen hier auf eigene Gefahr ins Wasser – ohne Aufsicht. Die bisher geltende Badeordnung hatten die Stadtvertreter per Beschluss im März abgeschafft. Hätte die Stadt Dargun am Status eines Naturbades festgehalten, wären jedes Jahr 140.000 Euro für das Aufsichtspersonal in der Badesaison nötig gewesen. Diese Kosten kann sich die Stadt nicht mehr leisten.

Badestelle am Klostersee ist nun ständig geöffnet

Die Diskussion um das Ende des geregelten Strandbetriebs hatte im vergangenen Jahr in Dargun hohe Wellen geschlagen. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt. Als Vorteil sehen die Darguner, dass die Badestelle nun ständig geöffnet ist. Dies wird als eine wesentliche Verbesserung gegenüber den bisherigen ständigen Schließ- und Öffnungszeiten angesehen.

Das Volksbad in Waren ist ein beliebter Badestrand direkt am Müritzufer mit Badesteg, Wasserrutsche und Liegewiesen. In der Saison ab Mitte Mai bewachen Rettungsschwimmer den Strand. Gut 70.000 Badegäste werden hier in der Saison gezählt.

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