Großbrand in grenznaher Disco: Hunderte Gäste retten sich ins Freie
In der Nacht brach in einer Großraum-Disco im baden-württembergischen Kehl ein verheerender Brand aus. Das Gebäude, in dem sich etwa 750 feiernde Menschen aufhielten, musste umgehend evakuiert werden. Hunderte Gäste retteten sich ins Freie, wie die Polizei mitteilte. Erfreulicherweise wurde niemand durch die Flammen direkt verletzt.
Drei Personen wegen Stresssymptomen behandelt
Allerdings mussten drei Menschen aufgrund der „Gesamtsituation“ vom Rettungsdienst versorgt werden. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass diese Personen zwar unverletzt blieben, aber gestresst waren und deshalb medizinische Hilfe benötigten. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.
Club mit internationalem Publikum zerstört
Die Flammen zerstörten einen bekannten Club in Kehl, der unweit der französischen Grenze im Ortenaukreis liegt. Die Hip-Hop- und Afro-Musik-Disco zieht regelmäßig Gäste aus dem nahen Straßburg an. Insgesamt bietet die Lokalität Platz für bis zu 1.500 Besucher, davon 400 Sitzplätze. Angrenzende Gebäude waren laut Polizei nicht gefährdet.
Massiver Einsatz der Rettungskräfte
Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren in den frühen Morgenstunden im Einsatz, wie die Sprecherin berichtete. Auch Stunden später musste die Feuerwehr weiter löschen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten können die Brandermittler der Kriminalpolizei das Gebäude betreten.
Zur Aufklärung der bislang ungeklärten Brandursache wurden bereits etliche Zeugen befragt. Angaben zur Schadenshöhe können noch nicht gemacht werden.
Erinnerungen an die Brand-Katastrophe von Crans-Montana
Das Feuer weckt schmerzhafte Erinnerungen an das Silvester-Inferno von Crans-Montana in der Schweiz, das noch immer die Öffentlichkeit und Behörden beschäftigt. Zum Jahreswechsel brach dort in einer Bar ein verheerender Brand aus, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden. Auslöser waren funkensprühende Partyfontänen, die Schaumstoff an der Decke entzündeten.
Die aktuellen Ermittlungen in Kehl konzentrieren sich nun darauf, ob ähnliche oder andere Ursachen für den Disco-Brand verantwortlich sein könnten. Die Sicherheitsbehörden betonen die Wichtigkeit gründlicher Untersuchungen, um künftige Tragödien zu verhindern.



