Großeinsatz bei Coca-Cola: 11.000 Liter ätzende Natronlauge ausgelaufen
In einer Lagerhalle des Getränkeherstellers Coca-Cola in Deizisau bei Stuttgart sind etwa 11.000 Liter stark ätzende Natronlauge ausgetreten. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend und löste einen Großaufgebot der Feuerwehr aus. Spezialkräfte in Schutzanzügen mussten die gefährliche Flüssigkeit stundenlang abpumpen.
Feuerwehr im Dauereinsatz
Gegen 22.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte über einen automatischen Notruf der Brandmeldeanlage alarmiert. „In einem Verladebereich war es aus ungeklärter Ursache zu dem Austritt von Natronlauge gekommen“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Spezialkräfte fingen die Flüssigkeit auf und pumpten sie in geeignete Behältnisse um.
Aufgrund der enormen Menge zog sich der Einsatz mit 70 Kräften und 14 Feuerwehrfahrzeugen bis in die frühen Morgenstunden hin. Zum Glück wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonten die Verantwortlichen.
Umweltkontrollen und Ermittlungen
Die ausgelaufene Natronlauge sei nicht in die Umwelt gelangt. Zur Sicherheit war ein Vertreter der Wasserbehörde des Landratsamtes Esslingen vor Ort, um die Situation zu kontrollieren. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Zwischenfall aufgenommen.
„Nach derzeitigem Stand gehen wir allerdings von einem Unfall aus“, so ein Polizeisprecher. Die genaue Ursache für das Austreten der Flüssigkeit ist noch unklar und wird weiter untersucht.
Was ist Natronlauge?
Natronlauge ist eine stark ätzende Flüssigkeit, die bei Kontakt schwere Verletzungen verursachen kann. In der Lebensmittelindustrie wird sie beispielsweise zum Spülen von Flaschen verwendet. In stark verdünnter Form kommt sie auch als Zusatzstoff oder auf Brezeln zum Einsatz.
Coca-Cola produziert nach Unternehmensangaben jährlich knapp 4,1 Milliarden Liter Getränke wie Fanta, Sprite und Cola an 13 Produktionsstandorten in Deutschland, unter anderem in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Bayern.



