Beinahe-Katastrophe in Ulm: Regionalzug rammt ukrainischen Militär-Tankwagen
Ulm: Zug rammt ukrainischen Militär-Tankwagen

Beinahe-Katastrophe in Ulm: Regionalzug rammt ukrainischen Militär-Tankwagen

Rund 30 Fahrgäste eines Regionalzugs sind in Ulm nur knapp einer schweren Katastrophe entgangen. Ihre Bahn krachte am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, gegen 18:38 Uhr in einen stehenden Tankwagen der ukrainischen Armee, der gerade erst aus einer baden-württembergischen Fabrik gekommen war.

Fabrikneues Militärfahrzeug nach nur 750 Metern zerstört

Das fabrikneue Militärfahrzeug sollte eigentlich von Baden-Württemberg in die Ukraine überführt werden. Doch an einem Bahnübergang in Langenau bei Ulm blieb der Tanklaster plötzlich stehen. Augenzeugen berichteten von vergeblichen Versuchen des polnischen Fahrers (40), den Motor wieder anzulassen. Als sich der Regionalexpress näherte, flüchtete der Fahrer aus dem Führerhaus.

Der Lokführer leitete zwar umgehend eine Vollbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Der Zug schob den massiven Tanklaster vom Gleis und kam erst etwa 50 Meter weiter zum Stillstand. Erstaunlicherweise wurde bei dem schweren Unfall niemand verletzt – ein glücklicher Umstand angesichts der potenziellen Gefahr.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hoher Sachschaden und lange Aufräumarbeiten

Ein Sprecher der Polizei Ulm bestätigte: „Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Warum der Tanklaster auf den Gleisen stehenblieb, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.“ Der entstandene Sachschaden ist jedoch immens und wird auf etwa 350.000 Euro geschätzt. Der Triebwagen wurde stark demoliert, der Tankwagen ist praktisch Schrott.

Die Aufräumarbeiten gestalteten sich äußerst aufwendig und dauerten volle 13 Stunden. Erst danach konnte auf der wichtigen Strecke von Ulm nach Aalen wieder der reguläre Zugverkehr aufgenommen werden. Die genaue Unfallursache wird derzeit von den Ermittlungsbehörden intensiv untersucht.

Kurze Fahrt des Militärfahrzeugs endet abrupt

Besonders bemerkenswert ist die extrem kurze Einsatzdauer des Militärfahrzeugs. Das Fahrzeug war nach Informationen fabrikneu und wurde offenbar in einer Langenauer Firma speziell für die ukrainische Armee fertiggestellt. Vom Werkstor bis zum Ort seiner Zerstörung legte der Tankwagen gerade einmal 750 Meter zurück – eine ironische Fußnote zu diesem folgenschweren Vorfall.

Interessanterweise sollen kurz vor dem Unglück vier weitere Militär-Laster den gleichen Bahnübergang unbeschadet überquert haben und ihre Reise in Richtung Ukraine fortgesetzt haben. Warum ausgerechnet dieses fünfte Fahrzeug stehenblieb, bleibt vorerst ein Rätsel, das die Ermittler nun lösen müssen.

Die Beinahe-Katastrophe bei Ulm wirft Fragen zur Sicherheit an Bahnübergängen auf, insbesondere wenn es sich um schwere Militärfahrzeuge handelt. Während die Fahrgäste unverletzt blieben, hinterlässt der Vorfall einen beträchtlichen finanziellen Schaden und unterbricht den wichtigen Regionalverkehr für mehr als einen halben Tag.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration