Münchens erste Schulstraße startet: Mehr Sicherheit für Grundschüler in Trudering-Riem
Erste Münchner Schulstraße startet für sichere Schulwege

Münchens erste Schulstraße startet: Mehr Sicherheit für Grundschüler in Trudering-Riem

Im Münchner Osten geht ein innovatives Verkehrssicherheitsprojekt an den Start: Die erste Schulstraße der bayerischen Landeshauptstadt wird in der Forellenstraße im Stadtteil Trudering-Riem eingerichtet. Von Montag bis Freitag wird die Straße vor der Grundschule an der Forellenstraße täglich für eine halbe Stunde für den motorisierten Verkehr gesperrt, um den Schulweg für Kinder deutlich sicherer zu gestalten.

Konkrete Sperrung und Ausnahmen

Die Verkehrssperrung betrifft konkret die Brachsenstraße und den nördlichen Abschnitt der Forellenstraße bis zur Einmündung zum Böcklerweg. In der Zeit zwischen 7:30 und 8:00 Uhr morgens dürfen hier keine Autos passieren. Allerdings gelten wichtige Ausnahmen: Anwohner können weiterhin ihre Privatgrundstücke anfahren, während Schulbusse, Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungsdiensten, die Straßenreinigung und die Müllabfuhr den gesperrten Bereich uneingeschränkt befahren dürfen.

Eltern-Bringzonen für mehr Eigenständigkeit

Für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen müssen, hat die Stadt praktische Alternativen geschaffen. In der Damaschkestraße wurden spezielle Bringzonen eingerichtet, wo Fahrzeuge kurz halten können. Von diesen aus können die Schulkinder dann den letzten Teil des Weges selbstständig und vor allem sicher zurücklegen. Dies fördert nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Entwicklung der kindlichen Selbstständigkeit.

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Oberbürgermeister Reiter: "Ein geschützter Raum für Kinder"

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter betont die Bedeutung des Projekts: "Der Schulweg ist für viele Kinder der erste wichtige Schritt in die Selbstständigkeit – und dieser sollte vor allem sicher sein. Mit der ersten Schulstraße in München schaffen wir vor der Grundschule an der Forellenstraße einen geschützten Raum, in dem Kinder ohne Angst und sicher ankommen können." Die Maßnahme ist Teil städtischer Bemühungen, Schulwege kontinuierlich zu verbessern und Unfallrisiken zu minimieren.

Hintergrund und städtische Verkehrspolitik

Die Einrichtung der Schulstraße erfolgt durch das Münchner Mobilitätsreferat und stellt einen Pilotversuch dar, der bei Erfolg möglicherweise auf weitere Schulen in der Stadt ausgeweitet werden könnte. Das Konzept der Schulstraßen ist international bereits in mehreren Städten erprobt und hat sich als wirksame Maßnahme zur Reduzierung von Verkehrsunfällen im Schulumfeld erwiesen. In München zielt die Initiative darauf ab, die Verkehrssituation speziell zu Schulbeginn zu entschärfen und gefährliche Situationen durch Elterntaxis zu vermeiden.

Die Grundschule an der Forellenstraße dient dabei als Modellstandort, an dem Erfahrungen gesammelt werden sollen. Die Stadtverwaltung wird den Verkehrsfluss und die Akzeptanz der neuen Regelung genau beobachten und auswerten. Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer wurden entsprechende Hinweisschilder aufgestellt, die über die temporäre Sperrung informieren.

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