Gender Pay Gap in Bayern wächst: Frauen verdienen 5,28 Euro weniger pro Stunde
Gender Pay Gap in Bayern wächst auf 5,28 Euro

Gender Pay Gap in Bayern weitet sich erneut aus

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern im Freistaat Bayern hat sich im vergangenen Jahr weiter vergrößert. Aktuelle Daten des Landesamts für Statistik zeigen einen besorgniserregenden Trend: Frauen verdienen durchschnittlich 5,28 Euro weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen.

Konkrete Zahlen verdeutlichen das Ausmaß

Im Detail bedeutet dies: Frauen in Bayern erhielten 2025 durchschnittlich 23,22 Euro brutto je Stunde, während Männer auf 28,50 Euro kamen. Dies entspricht einem prozentualen Unterschied von 19 Prozent. Damit liegt Bayern deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, wo die Differenz drei Prozentpunkte geringer ausfällt.

Die Entwicklung zeigt eine Verschärfung im Vergleich zum Vorjahr. 2024 betrug der absolute Unterschied noch knapp unter 5 Euro, prozentual lag er bei 18 Prozent. Die Statistiker führen die aktuelle Zunahme allgemein auf gestiegene Bruttomonatsverdienste von Männern zurück, ohne jedoch detaillierte Gründe für diese Entwicklung zu nennen.

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Unterschied zwischen bereinigter und unbereinigter Lücke

Die genannten 5,28 Euro pro Stunde stellen den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap dar. Mehr als 60 Prozent dieses Unterschieds lassen sich darauf zurückführen, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten oder in Branchen tätig sind, die generell schlechter bezahlt werden. Werden diese strukturellen Faktoren herausgerechnet, bleibt eine bereinigte Lohnlücke von sieben Prozent bestehen.

Kritik und Forderungen nach Maßnahmen

Gewerkschaften und andere Kritiker des anhaltenden Gehaltsgefälles beklagen regelmäßig, dass gegen diese Ungleichheit mehr unternommen werden müsse. Sie fordern konkrete politische und gesellschaftliche Maßnahmen, um die Lohnlücke nachhaltig zu schließen und faire Bezahlung unabhängig vom Geschlecht zu gewährleisten.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit dieses Anliegens und machen deutlich, dass trotz bisheriger Bemühungen noch erheblicher Handlungsbedarf besteht, um echte Lohngerechtigkeit in Bayern zu erreichen.

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