Josefitag in Bayern: Freibier für alle Namensträger im Kloster Andechs
Josefitag: Freibier für Josef, Sepp & Josefine in Andechs

Josefitag in Bayern: Freibier für alle Namensträger im Kloster Andechs

Der Josefitag am 19. März bietet in Bayern eine einzigartige Tradition, die besonders für Namenspaten des Heiligen Josefs attraktiv ist. An der Andechser Wallfahrtskirche erhalten alle Personen mit dem Namen Josef, Sepp oder Josefine eine kostenlose Maß Bier. Diese besondere Geste wird vom Kloster Andechs organisiert und vom Leiter des eigenen Bräustüberls, Josef Eckl, persönlich ausgeschenkt.

Historischer Hintergrund und bayerische Bräuche

Bis zum Jahr 1968 war der Josefitag im Freistaat Bayern ein gesetzlicher Feiertag, der mit verschiedenen Bräuchen verbunden war. Mädchen erhielten an diesem Tag Blumensträuße, die bei der Suche nach einem Ehemann helfen sollten. Frisch verheiratete Paare trugen sogenannte Josefsringe, um die eheliche Treue zu schützen. Wie so oft in Bayern gehört auch Bier zu dieser Tradition, die das Kloster Andechs nun fortführt.

Ablauf des Festtags in Andechs

Der Tag beginnt um zehn Uhr mit einer Messe zu Ehren des Heiligen Josefs in der Wallfahrtskirche, noch ohne Bier. Ab elf Uhr bis 20 Uhr haben dann alle Namensträger und -trägerinnen die Möglichkeit, eine kostenlose Maß zu erhalten. Personen mit anderen Namen müssen ihr Bier selbst bezahlen, können aber ebenfalls an den Feierlichkeiten teilnehmen. Von zwölf bis 15 Uhr sorgen die Achtaler Musikanten für das typische "Andechsergefühl", wie Martin Glaab vom Kloster Andechs erklärt.

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Voraussetzungen für das Freibier und Namensvarianten

Um das Freibier zu erhalten, müssen die Namensträger lediglich ihren Personalausweis vorzeigen. Dabei spielt es keine Rolle, welche der vielen internationalen Varianten des Namens im Ausweis steht. Weltweit gibt es über hundert verschiedene Formen, darunter Giuseppe im Italienischen, José im Spanischen und Yusuf im Arabischen. Der Name Josef stammt ursprünglich aus dem Hebräischen und bedeutet "Gott hat hinzugefügt".

Beliebtheit des Namens und Vorkehrungen gegen Missbrauch

In Bayern ist der Name Josef deutlich beliebter als im restlichen Deutschland, obwohl auch im Freistaat ein Rückgang zu verzeichnen ist. Als Zweitname erfreut er sich jedoch weiterhin großer Beliebtheit und berechtigt ebenfalls zum Freibier. Um Missbrauch vorzubeugen, erhält jeder Namensträger mit der ersten Maß einen Stempel, ähnlich wie in Clubs. Wer diesen Stempel trägt, muss für weitere Biere selbst bezahlen, wie Martin Glaab erläutert.

Letzte Gelegenheit für das Andechser Winterbier

Am Josefitag wird das Andechser Winterbier ausgeschenkt, das in der eigenen Klosterbrauerei gebraut wird. Dieses ungespundete, dunkle Bier mit wenig Kohlenäure ist exklusiv im Bräustüberl erhältlich, und zwar vom Martinstag im November bis zum Josefitag. Somit bietet der 19. März die letzte Chance, dieses spezielle Bier in dieser Saison zu genießen.

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