Am vergangenen Dienstag erlebte der FC Bayern ein atemberaubendes 4:5 in Paris, am kommenden Mittwoch steht das Rückspiel gegen PSG in München an – und dazwischen ein Bundesliga-Spiel gegen den Tabellenletzten Heidenheim. Bayerns Trainer Vincent Kompany (40) zeigte sich am Tag vor der Partie erstaunlich offen darüber, wie schwer diese Konstellation ist.
Kompany: „Die Wahrheit ist …“
„Die Wahrheit ist natürlich, und das verstecke ich nicht, dass wenn das Spiel gegen PSG so intensiv war und wenn die Vorfreude in ganz München so groß ist für das Rückspiel, dass ich dann als Trainer alle überzeugen muss, dass wir erstmal dieses Heidenheim-Spiel 100 Prozent spielen müssen. Das ist meine Aufgabe. Ich empfinde das natürlich nicht als einfach. Ich versuche jeden Tag, mit jeder Minute, einfach wieder diesen Fokus darauf zu legen“, erklärte Kompany.
„Jetzt ist Frank-Schmidt-Time“
Bayern wird voraussichtlich erneut mit einer B- oder sogar C-Elf auflaufen, um viele Stars für das PSG-Rückspiel zu schonen. Kompany ist sich bewusst, dass ganz Deutschland und insbesondere die Abstiegskonkurrenten von Heidenheim genau beobachten werden, wie sich die Bayern präsentieren: „Für uns geht es darum, und das habe ich schon immer wieder gesagt, ich möchte keinem was schenken. Das ist immer so. Ich glaube, wir haben das im letzten Spiel gegen Mainz letzte Woche gut gezeigt, dass wir bereit sind zu kämpfen und uns weh zu tun.“ Gegen Mainz lag Bayern nach der ersten Halbzeit 0:3 zurück, gewann dann nach Einwechslungen von Kane, Olise und Co. noch spektakulär mit 4:3. Kompany: „Wir haben über die Mentalität schon gezeigt, dass wir bereit sind, um alles dafür zu tun, morgen zu gewinnen.“
Allerdings hat Kompany großen Respekt vor Heidenheim, das sich mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen zurückgemeldet hat. Kompany: „Das ist jetzt auch Frank-Schmidt-Time. Heidenheim hat jetzt von den letzten drei Spielen zwei gewonnen. Die haben genau wie letzte Saison wieder gepunktet. Ich finde es unglaublich, dass man das zwei Jahre in dieser Abstiegszone schafft. Das ist mental schwierig. Sich dann am Ende einer Saison immer wieder zurückkämpfen in einem Kampf, der eigentlich schon lange verloren war. Das zeichnet auch den Trainer aus, der jetzt kommt.“



