Nach fast einem Jahr: Züge rollen wieder durch das fränkische Pegnitztal
Züge rollen wieder durchs Pegnitztal nach Brückensperrung

Endlich wieder Zugverkehr: Pegnitztal-Strecke wird ab Mai schrittweise freigegeben

Nach einer fast einjährigen, für Pendler äußerst belastenden Unterbrechung gibt es nun eine erlösende Nachricht für das fränkische Pegnitztal. Die maroden historischen Stahlbrücken, die zur vollständigen Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hersbruck und Pegnitz im September vergangenen Jahres geführt hatten, wurden inzwischen stabilisiert. Ab Anfang Mai 2026 werden die ersten Züge wieder zwischen Hersbruck und Neuhaus verkehren, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Damit endet für viele Berufspendler die Zeit der umständlichen Ersatzbusse.

Historische Brücken als Sicherheitsrisiko

Der Grund für die langwierige Sperrung lag in dem desolaten Zustand mehrerer historischer Stahlbrücken, die das malerische Pegnitztal durchqueren. Die Sicherheit für den Zugverkehr war nicht mehr gewährleistet, weshalb eine sofortige Stilllegung notwendig wurde. Seitdem arbeitet das Unternehmen intensiv an der Stabilisierung der kritischen Konstruktionen, um einen sicheren Betrieb zu ermöglichen. Parallel laufen bereits die Planungen für eine grundlegende und dauerhafte Erneuerung der Brücken, wobei die erforderlichen Planfeststellungsanträge schrittweise beim Eisenbahnbundesamt eingereicht werden sollen.

Fahrplan für die vollständige Wiedereröffnung

Die Deutsche Bahn hat einen konkreten Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke vorgelegt:

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  • Anfang Mai 2026: Wiederaufnahme des Zugverkehrs auf dem Abschnitt zwischen Hersbruck und Neuhaus.
  • Mitte September 2026: Voraussichtliche vollständige Freigabe der Strecke bis Pegnitz nach den Sommerferien.

Dies bedeutet, dass Pendler und Reisende ab Mai zumindest auf einem Teilstück wieder die bequeme und direkte Bahnverbindung nutzen können, bevor nach den Sommerferien der reguläre Betrieb auf der gesamten Linie wiederaufgenommen wird.

Politische Kritik an der Deutschen Bahn

Die lange Sperrung und die daraus resultierenden erheblichen Belastungen für Berufspendler und die regionale Infrastruktur haben zu heftiger Kritik aus der Politik geführt. Vorwürfe lauten, dass notwendige Modernisierungsmaßnahmen von der Deutschen Bahn verschleppt worden seien, was letztlich zu dieser drastischen Maßnahme und ihren Folgen führte. Die mangelnde Instandhaltung der historischen Brücken wird als Versäumnis gewertet, das die Mobilität im fränkischen Raum über Monate hinweg stark beeinträchtigte.

Die nun eingeleiteten Stabilisierungsarbeiten und die geplante grundlegende Erneuerung sollen solche Situationen in Zukunft verhindern und die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs in der Region langfristig sichern.

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