Çağla Ilk wird neue Intendantin am Maxim Gorki Theater
Die künftige Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters, Çağla Ilk, hat ambitionierte Pläne für ihre erste Spielzeit präsentiert. Unter anderem sind Projekte der renommierten Regisseurin Ulrike Ottinger, eines Performancekollektivs mit der Schauspielerin Sandra Hüller und der Choreographin Constanza Macras vorgesehen. Macras, die zuvor an der Volksbühne tätig war, soll am Gorki eine neue künstlerische Heimat finden.
Rückkehr an einen prägenden Ort
„Ich komme an einen Ort zurück, der mich geprägt hat“, erklärte Ilk, die bereits früher am Haus gearbeitet hat und zuletzt die Kunsthalle in Baden-Baden leitete. „Heute ist mein 3271. Arbeitstag im Gorki Theater.“ Sie tritt die Nachfolge der langjährigen Theaterleiterin Shermin Langhoff an. Ilk betont die interdisziplinäre Ausrichtung des Hauses: „Theater ist nicht auf Texte zu reduzieren.“
Programmhighlights der ersten Spielzeit
Die erste Spielzeit wird mit einer Installation des Künstlers Sarkis eröffnet, die sich mit dem polnischen Theaterregisseur Tadeusz Kantor auseinandersetzt. Im Dezember folgt die Eröffnung der Bühne mit Regisseurin Ulrike Ottinger. Die 83-jährige Filmemacherin, die erstmals seit langer Zeit wieder an einem Berliner Theater inszeniert, nimmt sich die Novelle „Das Hörrohr“ von Leonora Carrington vor. Zudem ist eine Arbeit des Performancekollektivs Farn von Tom Schneider und Sandra Hüller geplant.
Nutzung des Palais am Festungsgraben
Das Theater plant, künftig auch Räumlichkeiten im benachbarten Palais am Festungsgraben zu nutzen, das schrittweise saniert wird. Der Marmorsaal soll für Musik, Gespräche und andere Formate zur Verfügung stehen. Ilk hofft, dass ab der Spielzeit 2027/28 die gesamte Etage genutzt werden kann. Damit schafft das Maxim Gorki Theater neue Möglichkeiten für interdisziplinäre Kunst und Begegnung.



