Berlins Justizsenatorin Badenberg blickt mit Hoffnung und Sorge auf Iran
Die iranstämmige Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) hat sich nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei zu den Entwicklungen in ihrem Herkunftsland geäußert. In einer Stellungnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur drückte die 1975 in Teheran geborene Politikerin sowohl Hoffnung auf Veränderung als auch tiefe Besorgnis über die Sicherheit der Menschen im Iran aus.
Zwischen Aufatmen und neuer Ungewissheit
„Als gebürtige Iranerin hoffe ich, dass mein Herkunftsland eines Tages die Freiheit erfährt, die viele seiner Bürger seit Jahrzehnten einfordern“, erklärte Badenberg. Gleichzeitig betonte sie gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Für mich und meine Familie bedeutet der Tod des Mannes, der über Jahrzehnte das Gesicht der Islamischen Republik geprägt hat, ein erstes Aufatmen-Können.“
Die Senatorin, die im Alter von zwölf Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland kam, sieht in den kommenden Wochen und Monaten eine entscheidende Phase für den Iran. „Ein politischer Neuanfang ist möglich“, so Badenberg, „ebenso real ist jedoch das Risiko, dass sich die bestehenden Machtstrukturen neu formieren und an der Unterdrückung festhalten.“
Appell an die internationale Gemeinschaft
Badenberg machte deutlich, dass der Iran nicht im Chaos versinken dürfe. Die Menschen verdienten eine verlässliche Perspektive auf Freiheit und Selbstbestimmung – „ohne Machtvakuum, ohne neue Gewalt, ohne weiteres Leid“. Sie warnte davor, die Beharrungskräfte eines autoritären Systems zu unterschätzen.
Die Berliner Justizsenatorin sieht auch die internationale Gemeinschaft in der Pflicht: „Verantwortung, diejenigen zu unterstützen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzten, trage auch die internationale Gemeinschaft, zu der Deutschland gehöre.“ Dieser Appell richtet sich insbesondere an die deutsche Außenpolitik, die Badenberg als Teil der globalen Staatengemeinschaft versteht.
Persönlicher Hintergrund und politische Position
Felor Badenbergs Biografie prägt ihre Haltung zum Iran entscheidend mit:
- Geboren 1975 in Teheran
- Auswanderung nach Deutschland im Alter von zwölf Jahren
- Seit 2023 Justizsenatorin von Berlin für die CDU
- Persönliche Verbindung zu oppositionellen Kräften im Iran
Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit großer Unsicherheit im Iran, wo nach dem Tod Chameneis verschiedene Machtgruppen um Einfluss ringen. Badenbergs Position als deutsche Politikerin mit iranischen Wurzeln gibt ihren Worten besonderes Gewicht in der aktuellen Debatte über die Zukunft des Landes.



