Berlin: Abiturfeiern in Parks eskalieren – Festnahmen nach Angriffen auf Polizei
Berlin: Abiturfeiern eskalieren – Festnahmen nach Polizeiangriffen

Berliner Abiturfeiern geraten außer Kontrolle: Polizei löst Partys auf

In Berlin sind Freiluftpartys von Abiturienten während ihrer traditionellen Mottowochen derart eskaliert, dass die Polizei mehrfach eingreifen musste. Die Feiern, die offenbar über das Internet als sogenannte »Abi-Flashmobs« organisiert wurden, führten zu erheblichen Störungen der öffentlichen Ordnung.

Eskalation in Prenzlauer Berg: Bis zu 1000 Jugendliche auf Wiese

Am Freitagabend versammelten sich auf einer großen Wiese am Planetarium in Prenzlauer Berg bis zu 1000 Jugendliche. Die Polizei stellte zunächst laute Musik, erheblichen Lärm und eine zunehmende Vermüllung durch leere Flaschen fest. Nachdem Beamte die Situation ansprachen, eskalierte die Lage jedoch schnell.

Flaschenwürfe und Böller führten dazu, dass die Polizei den Bereich räumen musste. Fünf Jugendliche oder junge Erwachsene wurden vorübergehend festgenommen, unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und tätlicher Angriffe auf Polizeibeamte.

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Ermittlungen in zahlreichen Fällen

Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein. Insgesamt werden 15 Fälle geprüft, darunter:

  • Gefährliche Körperverletzung
  • Sachbeschädigung an Polizeifahrzeugen
  • Taschendiebstahl

Die Prenzlauer Allee musste zwischenzeitlich vollständig gesperrt werden, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Weitere Eskalation in Schöneberg

Nicht nur in Prenzlauer Berg kam es zu Problemen. In Schöneberg versammelten sich gegen 21 Uhr am U-Bahnhof Rathaus Schöneberg etwa 600 Jugendliche. Auch hier wurden Polizisten angegriffen, weshalb die Beamten ebenfalls Ermittlungen wegen Körperverletzung aufnahmen.

Hintergrund: Mottowochen und Online-Organisation

In der letzten Schulwoche vor den Abiturprüfungen feiern Berliner Schüler traditionell ihre Mottowochen mit täglich wechselnden Verkleidungen. Laut Berichten der Zeitung »B.Z.« wurden die Treffen in diesem Jahr gezielt über das Internet als Flashmobs beworben.

Bereits seit vergangenem Montag habe es in verschiedenen Berliner Grünanlagen täglich Feiern gegeben, bei denen große Müllberge und Glasscherben zurückblieben. Die Polizei warnt vor weiteren unangemeldeten Veranstaltungen und kündigte verstärkte Kontrollen an.

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