Biber-Rettung im Münchner Dantebad: Feuerwehr befreit pelzigen Schwimmer aus Freibecken
Biber-Rettung im Münchner Dantebad durch Feuerwehr

Früher Badespaß mit Hindernissen: Biber im Münchner Dantebad gerettet

Die Freibadsaison hat in München einen ungewöhnlichen und pelzigen Frühstarter erlebt. Ein Biber verirrte sich am Samstagnachmittag in das Dantebad im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg und landete in einem halb leeren Schwimmbecken. Aus eigener Kraft konnte das Tier das Wasser nicht mehr verlassen, was zu einer aufwendigen Rettungsaktion führte.

Der Biber als ungebetener Badegast

Eigentlich ist es noch etwas früh für die reguläre Freibadsaison, doch das Dantebad hat ganzjährig geöffnet. Während das beheizte große Freibecken auch im Winter genutzt wird, war ein zweites, am Rande des Geländes gelegenes Becken noch nicht für die neue Saison vorbereitet – zumindest nicht für menschliche Besucher. Für den Biber wurde es jedoch zur ungewollten Falle.

Mitarbeiter des Bads entdeckten den pelzigen Schwimmer, der unter einer Leiter im Becken hockte und leicht verängstigt wirkte. Da das Becken nur etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt war, hatte der Biber keine Möglichkeit, aus eigener Kraft die hohen Wände zu überwinden, wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr später erklärte.

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Erste Rettungsversuche scheitern

Die Angestellten versuchten zunächst, dem Tier selbst zu helfen. Sie bauten eine Art Steg mit einer daran befestigten Leiter, um dem Nager den Ausstieg zu ermöglichen. Der Biber nahm den Steg zwar an, zeigte sich aber mit der Leiter als Ausstiegshilfe weniger zufrieden und weigerte sich, diesen Weg zu nutzen.

Nachdem klar wurde, dass der Biber auf diesem Weg das Becken nicht freiwillig verlassen würde, verständigten die Mitarbeiter die Feuerwehr. Die Besatzung eines Kleinalarmfahrzeugs rückte an und baute eine spezielle Holzrampe, die dem Tier einen sicheren Ausweg bieten sollte.

Erfolgreiche Befreiung durch die Feuerwehr

Die Rampe erwies sich als erfolgreiche Lösung. Nach kurzer Bedenkzeit, so der Feuerwehrsprecher, „nahm der Nager das Angebot an und verließ unverletzt, ohne seine Helfer weiter zu beachten, das Becken“. Der momentane Aufenthaltsort des Bibers ist nicht bekannt, die Feuerwehr geht jedoch davon aus, dass er sich wohlbehalten in seinen natürlichen Lebensraum zurückgezogen hat.

Dieser Vorfall zeigt, wie Tiere auch in städtischen Gebieten unerwartet in schwierige Situationen geraten können. Die schnelle Reaktion der Dantebad-Mitarbeiter und der professionelle Einsatz der Feuerwehr verhinderten Schlimmeres und ermöglichten dem Biber eine sichere Rückkehr in die Freiheit.

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