Wie ich dank Karls und Brad Pitt kriegsfit wurde – Eine Kolumne
Dank Karls und Brad Pitt kriegsfit: Meine Kolumne

Ein unerwarteter Fund bei Karls Erlebnishof

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet bei Karls Erlebnishof fand Redakteur Stefan Meetschen den Becher, mit dem er durch die Kriegszeit gehen möchte. Und der Becher hat durchaus einen Bezug zu düsteren Zeiten. Das muss ich Robert Dahl von Karls Erlebnishof lassen: Er hat ein geniales Gespür für Produkte, Marketing und Storytelling. Und: Ihm hilft der Zufall. Nun habe ich selbst davon profitiert. In einer Weise, die ich mir niemals hätte vorstellen können.

Zu großes Tamtam um Erdbeeren?

Als ich zu Beginn des Jahres aus Warschau nach Warnemünde gezogen war und meinen ersten Termin in Rövershagen bei Karls hatte, überraschte mich das Disneyland-artige Verkaufsangebot. Ich hätte nie gedacht, dass man um Erdbeeren so ein großes Tamtam machen könne. Dazu kam meine etwas düstere Stimmung. In Polen wird zwar auch viel gelacht und die Menschen freuen sich über den wirtschaftlichen Erfolg des Landes – es herrscht jedoch auch tiefe Besorgnis, wenn es um Putin und eine mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs geht. „Bei den Russen muss man immer mit allem rechnen“, sagen polnische Freunde.

Mit dieser Grundstimmung kam ich also nach Warnemünde und begann, meinen Kriegsnotfallrucksack zu bestücken. So wie es die polnische Regierung rät. Schnell erkannte ich: ein schlichter Emaille-Becher sollte auch drin sein. Und warum zur Kriegs-Einstimmung nicht jetzt schon jeden Morgen meinen Kaffee daraus trinken?

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Das Ritual des Morgenkaffees

Der Morgenkaffee ist für mich ein heiliges Ritual. Die internationale militärische Präsenz in Rostock verstärkte den Wunsch nach einem schlichten Becher in mir. So kurios es vielleicht auch klingt. So fragte ich mich: wo bekomme ich so ein Emaille-Ding? Viel Zeit zum Suchen hatte ich nicht. Sporadisch schaute ich danach in manchen Geschäften. Fand aber nicht die Tasse, die mir in meiner düsteren Kriegsstimmung vorschwebte.

Bis ich an einem verregneten Wochenende bei Social Media zufällig auf ein Video mit Robert Dahl stieß, der einen weißen Emaille-Becher in die Kamera hielt. Ich dachte nur: Das ist doch genau das Modell, das ich gesucht habe – für mein Warnemünder Kaffeemorgen-Ritual, für den Dritten Weltkrieg.

Von Brad Pitt erprobt

Ich erfuhr, dass Karls diese Tasse schon lange im Angebot hat und damit sogar eine Art „Kriegsgeschichte“ verbindet: In dem Film „Herz aus Stahl“ (2014) trinkt der amerikanische Schauspieler Brad Pitt, verkleidet als Soldat, aus einem solchen Karls Becher. Und: Bei Karls wird diese Tasse weiterhin für nicht mal 5 Euro angeboten – aktuell versehen mit der Kurzinfo zu Brad Pitt.

Dass ich ausgerechnet in der schönen neuen Erdbeerwelt von Karls fündig werden würde, um mein inneres Kriegsgefühl zu komplementieren, zeigt mal wieder: Die Wirklichkeit steckt voll von Überraschungen. Nichts ist so wie es scheint. Probieren Sie es aus! Oder haben Sie ähnliche Erlebnisse?

Haben Sie ähnliche oder auch ganz andere Erlebnisse mit Rostock gemacht? Gibt es Orte, Menschen oder Geschichten, die man kennen sollte? Schreiben Sie mir gern: [email protected]

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