Der Dienstleistungskonzern Dussmann, bekannt für sein Kulturkaufhaus in der Berliner Friedrichstraße, hat erneut ein Rekordjahr verzeichnet. Das Familienunternehmen steigerte seinen Konzernumsatz im Jahr 2025 auf 3,4 Milliarden Euro, wie Vorstandsvorsitzender Wolf-Dieter Adlhoch auf der Jahrespressekonferenz mitteilte. Dies entspricht einem Wachstum von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Profitabilität trotz Wirtschaftskrise gesteigert
Adlhoch betonte, dass das Unternehmen seine Profitabilität trotz der längsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte verbessern konnte. Das Kulturkaufhaus in Berlin-Mitte, das ein breites Sortiment an Büchern, Schallplatten, CDs, DVDs und Spielen bietet, trägt nur einen kleinen Teil zum Gesamtgeschäft bei. Dennoch steigerte es seinen Umsatz um 6,7 Prozent auf 48 Millionen Euro.
Die Dussmann Group erwirtschaftet ihren Umsatz hauptsächlich mit Gebäudemanagement, Catering, Pflege und technischen Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderem Reinigungs- und Überwachungsdienste für Industrie- und Bürogebäude. Das Umsatz- und Ergebniswachstum ist laut Unternehmen vor allem auf die positive Entwicklung im Facility-Management- und Food-Services-Bereich zurückzuführen.
Rekordzahl an Mitarbeitern weltweit
Die Mitarbeiterzahl erreichte mit weltweit 72.000 einen neuen Höchststand, so Adlhoch. In Deutschland beschäftigt Dussmann etwa 25.000 Menschen, ähnlich wie im Vorjahr. Das Unternehmen betreibt zudem eigene Kindergärten und Senioren-Wohnheime. Adlhoch wies auf die großen Herausforderungen im Pflegemarkt hin, die sich durch die geplante Pflegereform der Bundesregierung noch verschärfen könnten. Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich die Dussmann Group jedoch verhalten optimistisch.
Kulturkaufhaus expandiert ins KaDeWe
Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Vorsitzende des Stiftungsrats der Peter Dussmann-Stiftung, kündigte an, dass das Kulturkaufhaus bald auch im Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Charlottenburg vertreten sein wird. Auf 1.500 Quadratmetern in der vierten Etage des KaDeWe soll ein Satellit des Haupthauses entstehen. Das Konzept wird gemeinsam mit dem KaDeWe entwickelt. „Ich hoffe, es wird fertig bis kurz vor Weihnachten“, so von Fürstenberg-Dussmann.
Kultureller Begegnungsort mit Café und Bühne
Der geplante kulturelle Begegnungsort an der Tauentzienstraße im Westen Berlins wird ein Café mit 150 Sitzplätzen sowie eine Bühne für Events umfassen. Ähnlich wie im Stammhaus an der Friedrichstraße mit 7.500 Quadratmetern auf fünf Etagen sind dort Kulturveranstaltungen wie Lesungen und Konzerte geplant. Von Fürstenberg-Dussmann betonte, dass dies keine Konkurrenz zum bestehenden Standort darstelle, da das Publikum in der City West ein anderes sei. Die Initiative für das Projekt sei vom KaDeWe ausgegangen. „Da habe ich gesagt, warum nicht? So ein Angebot bekommt man nicht jeden Tag.“



