Eisbachwelle: Stadt München verwundert über offenen Brief der Surfer nach Surfverbot
Eisbachwelle: Stadt verwundert über Surfer-Brief nach Verbot

Streit um Eisbachwelle: Stadt München reagiert verwundert auf offenen Brief der Surfer

Der Konflikt um die Eisbachwelle in München ebbt nicht ab. In einer neuen Allgemeinverfügung hat die Stadtverwaltung das Surfen auf dem beliebten Münchner Hotspot bis auf Weiteres vollständig verboten. Als zentrale Begründung nannten die Behörden die unmittelbare Gefahr des Ertrinkens, die von einer neu entstandenen kleinen Welle am seitlichen Uferrand ausgeht. Dies gaben Vertreter der Stadt und der Münchner Surfcommunity bereits am vergangenen Freitag, dem 6. Februar 2026, nach einem Treffen im Rathaus in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.

Surf Club München reagiert mit offenem Brief auf Verbot

Auf die Verfügung und das damit verbundene totale Surfverbot reagierte der Surf Club München mit deutlichem Unverständnis. In einem offenen Brief, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, stellt der Verein klar, dass die Surferinnen und Surfer in München niemals darum gebeten hätten, das Surfen auf der Eisbachwelle einzustellen. Die Argumentation der Stadt, dass durch das Weißwasser der neuen kleinen Welle Lebensgefahr bestehe, könne der Surf Club nicht nachvollziehen. Der Verein fordert daher die unverzügliche Aussetzung der Allgemeinverfügung vom 10. Februar 2026 sowie vollständige Transparenz über die Entscheidungsgrundlagen.

Stadt zeigt sich erstaunt über widersprüchliche Aussagen

Am Freitag antwortete die Stadt München auf den offenen Brief und zeigte sich erstaunt über die darin getroffenen Aussagen. "Sie widersprechen den Aussagen, die die Vertreterinnen und Vertreter der Surfcommunity im gemeinsamen Gespräch im Rathaus am vergangenen Freitag, 6. Februar, getätigt haben", heißt es in einer Mitteilung des Referats für Klima- und Umweltschutz (RKU). Das RKU erklärt, dass bei dem Treffen auch vom Surf Club unmissverständlich auf die sehr gefährliche, aktuelle Situation an der Eisbachwelle hingewiesen wurde. Für diese akute Gefahrenlage, so die Stadt, würden die Surfvereine keine Verantwortung übernehmen können.

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Da trotz dieser erkannten Gefahr weiterhin Surfer auf der kleinen Welle ihrem Hobby nachgehen würden, sah sich die Stadt zu dringendem Handeln gezwungen. Aus juristischer Sicht gab es laut RKU keine andere Möglichkeit, als das Surfen auf der Eisbachwelle generell zu verbieten, da es rechtlich nicht möglich sei, eine Unterscheidung in geübte und nicht geübte Surfer zu treffen.

Stadt weiter an konstruktiver Lösung interessiert

Schon im Vorfeld der neuen Allgemeinverfügung wurde die Surfcommunity über diesen erforderlichen Schritt informiert. Aus diesem Grund sei man von Seiten der Stadt verwundert über die Reaktion des Surf Club München. Beim Treffen am 6. Februar wurde zudem kommuniziert, dass die Surfverbotsschilder an der Eisbachwelle wieder aufgestellt werden. Diese standen in der jüngeren Vergangenheit bereits, wurden aber von Unbekannten abgebaut.

Trotz des aktuell geltenden Surfverbots stellt das RKU klar, dass man weiterhin daran interessiert ist, konstruktiv daran zu arbeiten, die beliebte Surferwelle wiederherzustellen und einen rechtlich gangbaren Rahmen zu finden. Die Stadt betont ihr Engagement für eine langfristige Lösung, die sowohl die Sicherheit gewährleistet als auch das Surfen an diesem ikonischen Ort ermöglicht.

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