„München darf wieder frecher sein“, fordert Schauspielerin Brigitte Hobmeier im Interview mit der AZ. Die gebürtige Münchnerin, die auf Bühnen und vor der Kamera zu Hause ist, plaudert über ihre Heimatstadt – und wird dabei überraschend deutlich. Sie verrät nicht nur einen ihrer Lieblingsorte, sondern auch, wo ihr München manchmal wortwörtlich stinkt – und warum sie es trotzdem liebt.
Ein Hauch von Glamour für München?
Brigitte Hobmeier findet, dass München ein bisschen mehr Glamour vertragen könnte. „Es muss nicht immer alles so brav sein“, sagt sie im Gespräch. Die Stadt sei oft zu sehr auf Ordnung und Perfektion bedacht. Dabei wünscht sie sich: „Lasst München doch schief und krumm!“ Gerade die Ecken und Kanten machten den Charme der Stadt aus.
Lieblingsorte und stinkende Ecken
Einen ihrer Lieblingsorte verrät die Schauspielerin ebenfalls: den Viktualienmarkt. Dort sei das Leben bunt und laut, genau richtig für jemanden, der die Authentizität der Stadt schätze. Aber es gibt auch Stellen, die ihr weniger gefallen. „Manche Ecken in München stinken mir wortwörtlich“, gesteht Hobmeier. Sie meint damit nicht nur den Geruch von Abgasen, sondern auch die manchmal muffige Atmosphäre in bestimmten Vierteln. Trotz aller Kritik betont sie: „Ich liebe München – mit all seinen Fehlern.“
Das Interview ist Teil einer Serie der AZ, in der Prominente ihre ganz persönliche Sicht auf die Stadt teilen. Hobmeier, die unter anderem am Residenztheater spielt, zeigt sich dabei als kritische, aber liebevolle Beobachterin ihrer Heimat.



