Rostocker Hafenterrassen: Gastronom meldet Insolvenz für Destille-Filiale an
Die Hafenterrassen im Rostocker Stadthafen erweisen sich erneut als herausfordernder Standort für Gastronomen und Einzelhändler. Laufkundschaft ist hier kaum vorhanden und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist praktisch nicht existent. Diese schwierigen Rahmenbedingungen führen zu einer hohen Fluktuation und regelmäßigen Insolvenzen in den Hafenterrassen. Bereits das bekannte Schokoladengeschäft de Prie musste hier schließen.
Rittmeister-Destille stellt Insolvenzantrag
Vor etwa eineinhalb Jahren übernahm der Rostocker Hotelier und Gastronom Andreas Barnehl die Räumlichkeiten der ehemaligen Schokoladerie und eröffnete dort seine Rittmeister-Destille. Nun hat auch Barnehl Insolvenz angemeldet. „Der Insolvenzantrag ist gestellt“, bestätigt der Unternehmer. Barnehl betreibt seit 1996 das Landhotel Rittmeister mit Restaurant in Rostock-Biestow, wo er 2010 ebenfalls eine Destille eröffnete.
Das Sortiment der Destille umfasst etwa 30 verschiedene Produkte:
- Obstbrände und Getreidebrände
- Kräuter- und Fruchtliköre
- Rostocker Kümmel
- Gin und Whisky
Expansionspläne zunächst gescheitert
Mit der Eröffnung der Zweigstelle in den Hafenterrassen am Warnowufer wollte Andreas Barnehl expandieren, insbesondere aus Platzgründen. Doch diese Pläne sind vorerst gescheitert. Die Insolvenz betrifft jedoch ausschließlich die Filiale in den Hafenterrassen und hat keine Auswirkungen auf das Stammgeschäft.
Positive Nachrichten für Stammgeschäft
„Die Insolvenz hat auf das Hotelgeschäft und das Restaurant in Biestow keinen Einfluss, es handelt sich um zwei unterschiedliche Gesellschaften“, erklärt Barnehl. Zudem betont er: „Auch der Geschäftsbetrieb in den Hafenterrassen geht weiter.“ Sämtliche geplanten Veranstaltungen in der Destille Rittmeister finden weiterhin statt und die Öffnungszeiten bleiben bestehen.
Im Stadthafen läuft also zunächst alles wie gewohnt weiter. Barnehl sucht aktuell nach Lösungen für die Zukunft des Standorts. „Wir suchen aktuell nach Lösungen, wie es an dem Standort weitergehen kann“, sagt der Gastronom. Die Herausforderungen der Hafenterrassen als Gastronomiestandort bleiben damit weiterhin ein Thema für die Rostocker Wirtschaft.



