Die Berliner SPD erhöht den Druck auf den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), sich intensiver für eine Bewerbung um die Ausrichtung der Weltausstellung Expo 2035 einzusetzen. Ein Sprecher des SPD-Landesverbandes erklärte, man fordere Wegner und den gesamten Senat auf, die Bewerbung Berlins als Austragungsort zu beschließen und alle erforderlichen Schritte einzuleiten. Dazu gehörten auch zeitnahe konkrete Gespräche mit der Landesregierung Brandenburgs, um eine Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Vision für Berlin
Der Vorsitzende des SPD-Landesverbandes, Steffen Krach, betonte: „Wir wollen die Weltausstellung nutzen, um gemeinsam mit der Stadtgesellschaft eine mutige Vision für Berlin zu entwickeln.“ Mit den erwarteten Investitionen solle eine moderne Infrastruktur geschaffen werden, die neue Innovationskraft, mehr Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze bringe. „Die Uhr tickt immer lauter, und wir fordern Kai Wegner auf, die Expo-Initiative endlich ernst zu nehmen und die Bewerbung auf den Weg zu bringen.“
Ergänzung zu Olympia
Der Beschluss der SPD Berlin unterstreiche, dass sich die Expo- und die Olympiabewerbung nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen könnten, hieß es in dem Schreiben. Kritiker werfen Wegner vor, er nehme Rücksicht auf ein anderes Großprojekt, das er durch eine Expo-Bewerbung nicht gefährden wolle. Wegner hatte im Abgeordnetenhaus klargestellt: „Die Priorität liegt bei Olympischen und Paralympischen Spielen.“ Die SPD sieht dies jedoch nicht als Hinderungsgrund und verlangt ein paralleles Vorgehen.



