Bahnverkehr zwischen Hamburg und Schwerin startet wieder ab 15. Mai
Bahnverkehr Hamburg-Schwerin startet wieder

Für Pendler in Westmecklenburg geht eine lange Durststrecke zu Ende. Am 15. Mai wird nach neuneinhalb Monaten Vollsperrung der erste Abschnitt der generalsanierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder freigegeben. Züge aus der Hansestadt können dann bis Hagenow/Land und damit auch wieder bis Schwerin fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg – Berlin erfolgt dann zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni.

RE 85 nach Berlin fährt bis Mitte Juni weiter

Nach Angaben der Deutschen Bahn fahren alle Regionalzüge im nördlichen Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Schwerin sowie weiter nach Rostock und Stralsund ab Mitte Mai wieder durchgehend. Damit entfällt ein Großteil des Busersatzverkehrs auf dieser Strecke. Für alle weiteren Nahverkehrsverbindungen bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen dagegen bis zum 13. Juni bestehen. Auch die angepassten Nahverkehrslinien bleiben bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke erhalten, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten zwischen Schwerin und Berlin mit dem RE 85 anbieten zu können.

Um Umleitungswege für den Güterverkehr zu ermöglichen, kommt es ab dem 15. Mai zu Teilausfällen auf der Linie RE 4 (Bützow – Lalendorf) sowie auf der RE 50 (Rostock – Langhagen). Die RE 5 verkehrt verändert über Plaaz anstelle über Güstrow.

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Fernzüge zwischen Hamburg und der Ostsee verkehren wieder auf dem Regelweg über Schwerin. Zwischen Hamburg und Berlin fahren dagegen direkte ICE-Züge sowie Flixtrains bis zum 13. Juni weiter auf der Umleitungsstrecke über Uelzen und Stendal. Ab 14. Juni soll dann der gesamte Verkehr auf der sanierten Strecke Hamburg - Berlin starten. Dann werden auch in Ludwigslust wieder ICEs in Richtung Hamburg und Berlin halten.

IHK zu Schwerin: Bestehendes Angebot stabilisieren

Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin begrüßt die schrittweise Rückkehr des Bahnverkehrs auf der Strecke Hamburg – Berlin. Entscheidend sei aber, dass die Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit der Bahn insgesamt wiederhergestellt werden, so Kammerpräsident Matthias Belke. „Die Stabilisierung des bestehenden Angebots muss dabei Vorrang haben. Nicht zuletzt müssen auch für den Güterverkehr auf der Schiene – beispielsweise für den Seehafen in Wismar – wieder verlässliche Rahmenbedingungen gelten.“

Regionalisierungsmittel für Zusatzkosten nutzen

In den vergangenen Monaten sei es zu erheblichen Belastungen gekommen. Kurzfristige Streckensperrungen, Verspätungen, Zugausfälle und Verzögerungen bei Baumaßnahmen hätten die Verlässlichkeit des Verkehrsträgers Bahn in der Region massiv beeinträchtigt. Mit Blick auf weitere Planungen fordern die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern, die Sanierung des Hochleistungsnetzes nicht zulasten regionaler Strecken durchzuführen. Baustellen und Einschränkungen müssten frühzeitig kommuniziert, Ersatzverkehre verlässlich organisiert und das Baustellenmanagement auch zwischen Schiene und Straße verbessert werden, um zukünftig eine gleichzeitige Belastung zu vermeiden. Zudem sollten die vom Land angesammelten Regionalisierungsmittel auch zur Finanzierung der zusätzlichen Kosten eingesetzt werden, die durch die Aufrechterhaltung der Verbindungen entstehen, fordern die Kammern.

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