Birkenpollen-Alarm zu Ostern: Allergiker in Berlin und Brandenburg müssen mit starken Beschwerden rechnen
Für Menschen mit einer Birkenpollen-Allergie in Berlin und Brandenburg könnte der traditionelle Osterspaziergang dieses Jahr von unangenehmen Niesattacken und tränenden Augen begleitet sein. Die Birken beginnen jetzt mit ihrer Blüte, was die Pollenbelastung in der Luft deutlich erhöht. Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst erklärt die aktuelle Situation: „Die Belastungen steigen langsam, aber kontinuierlich. Deswegen muss man Ostersonntag vor dem Regen mit verbreitet hohen Belastungen im Stadtgebiet rechnen.“
Ein einziges Blütenkätzchen kann Millionen Pollen freisetzen
Die Birke ist bekannt dafür, besonders viele Pollen zu produzieren. Ein einziges Blütenkätzchen kann zwischen 1 und 2 Millionen Pollenkörner enthalten, die über weite Strecken fliegen können. Diese Pollen gelangen auch an Orte, an denen keine Birken stehen, was die Belastung für Allergiker noch verstärkt. Gefährlich ist dabei, dass Gräser- und Birkenpollen in Deutschland die Hauptauslöser für Pollenallergien darstellen, wie Werchan betont.
Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg
In Berlin ist die Birkenblüte aufgrund des Wärmeinseleffekts der Stadt tendenziell etwas weiter fortgeschritten als in Brandenburg. „Es ist noch längst nicht der Höhepunkt, aber die Leute werden es wahrscheinlich schon sehr stark merken“, sagt der Experte. Trotzdem müssen auch Allergiker in Brandenburg mit spürbaren Beschwerden rechnen. Die aktuell niedrigen Temperaturen haben jedoch einen positiven Effekt: Sie entzerren den Pollenflug, sodass die Bäume nicht von einem Tag auf den anderen explodieren.
Empfehlungen für Allergiker und regionale Unterschiede
Für Betroffene macht es einen erheblichen Unterschied, ob hundert oder mehrere tausend Pollen pro Kubikmeter Luft unterwegs sind. Vergangenes Jahr war die Birkenpollensaison sehr schwach, aber dieses Jahr ist theoretisch mehr möglich. Werchan empfiehlt Allergikern:
- Den wöchentlichen Vorhersagen des Polleninformationsdienstes zu folgen
- Besondere Vorsicht am Ostersonntag vor dem Regen walten zu lassen
- Bei Reisen die regionalen Unterschiede zu beachten
Neben Birken und Eschen blühen derzeit viele weitere Bäume wie Ahorn, Hainbuche oder Zypressengewächse, was die Gesamtbelastung zusätzlich erhöht. Der Pollenflug der Bäume ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich, abhängig vom Wetter und der Anzahl der Blüten.
Osterurlaub im Südwesten: Höhere Belastung möglich
Für Osterurlauber, die in den Südwesten Deutschlands reisen, gibt es eine wichtige Warnung: Die Belastung mit Birkenpollen kann dort sehr unterschiedlich und deutlich höher sein. Je weiter man sich in den Südwesten begibt, desto höher sind die Temperaturen und damit auch die Pollenbelastung. „Im Südwesten seien dieses Wochenende saisonale Spitzenwerte möglich. Da kann es richtig losgehen“, warnt Werchan. Allergiker sollten diese regionalen Unterschiede bei ihrer Reiseplanung berücksichtigen.



