Brandenburg verzeichnet viertes Jahr in Folge sinkende Baugenehmigungen
Die Baubranche in Brandenburg befindet sich weiterhin in einer anhaltenden Abwärtsspirale. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, wurden im Jahr 2025 erneut weniger Neubauwohnungen genehmigt. Dies ist bereits das vierte Jahr in Folge, in dem die Zahlen rückläufig sind.
Konkrete Zahlen zum Wohnungsbau
Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr rund 7.960 Wohnungsbauprojekte die erforderliche Genehmigung. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von etwa 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Die genehmigten Wohnungen verteilen sich dabei auf verschiedene Bauformen.
- Knapp 3.000 Einheiten sind für Ein- und Zweifamilienhäuser vorgesehen.
- Rund 4.000 Wohnungen sollen in Mehrfamilienhäusern entstehen.
- Weitere 915 Einheiten sind in bereits bestehenden Gebäuden geplant, beispielsweise durch Dachgeschossausbau oder Nutzungsänderungen.
Besonders auffällig ist der Einbruch im Bestandsbau: Hier sanken die Genehmigungen um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Regionale Schwerpunkte und Spitzenreiter
Mehr als die Hälfte aller geplanten Wohnungsbauvorhaben konzentriert sich auf das Berliner Umland. Zusätzlich sind etwa 2.600 weitere Wohnungen im sogenannten weiteren Metropolraum vorgesehen. Der Landkreis Teltow-Fläming führt die Statistik mit rund 1.230 gemeldeten Einheiten an und ist damit der Spitzenreiter in Brandenburg.
Mögliche Ursachen für den anhaltenden Rückgang
Ein wesentlicher Grund für die weiter sinkenden Baugenehmigungen könnten die nach wie vor hohen Baupreise sein. Im Februar 2025 stiegen die Baupreise in Brandenburg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Steigerungen verteilen sich dabei auf verschiedene Gewerke.
- Bei Rohbauarbeiten lag die Preissteigerung bei 5,3 Prozent.
- Für Ausbauarbeiten wurde ein Anstieg von 5,7 Prozent verzeichnet.
Diese kontinuierlich steigenden Kosten stellen eine erhebliche Hürde für Bauvorhaben dar und tragen maßgeblich zur aktuellen Entwicklung bei.



