Brandenburg plant schnellste Professorenberufungen Deutschlands
Brandenburg plant schnellste Professorenberufungen

Brandenburg strebt bundesweit schnellste Professorenberufungen an

Die brandenburgische Landesregierung hat einen ehrgeizigen Plan verabschiedet, um das Bundesland zum Vorreiter bei der Berufung von Hochschulprofessoren zu machen. Mit einem neuen Hochschulgesetz, das nun dem Landtag zur Beratung vorliegt, sollen die bisher langwierigen Verfahren deutlich beschleunigt werden.

Ministerin Schüle: „Schnellstes Berufungsrecht der Republik“

Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) betonte die Bedeutung der Reform für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. „Wir schaffen damit die Voraussetzungen für das schnellste und flexibelste Berufungsrecht an den Hochschulen in ganz Deutschland“, erklärte die Ministerin. Die bisherigen Verfahren dauerten durchschnittlich zwischen 12 und 24 Monaten – künftig sollen sie auf nur noch 6 bis 12 Monate verkürzt werden.

Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, Brandenburg für internationale Spitzenkräfte attraktiver zu machen. „Wir wollen schneller, attraktiver und wettbewerbsfähiger im Kampf um die klügsten Köpfe weltweit werden“, so Schüle weiter. Die Reform sei ein zentraler Baustein, um die Hochschullandschaft des Landes zu stärken.

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Mehr Autonomie für Hochschulen und vereinfachte Verfahren

Das neue Gesetz sieht umfassende Veränderungen vor:

  • Hochschulen erhalten dauerhaft das Recht auf Berufung und Ernennung von Professoren
  • Exzellenzberufungen werden gestärkt und bürokratische Hürden abgebaut
  • Auch Auswahlverfahren für Studierende sollen vereinfacht werden
  • Die Autonomie der Hochschulen wird deutlich erweitert

Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Vorsitzender der Brandenburgischen Landeskonferenz der Hochschulpräsidenten, begrüßte die Pläne. „Wir sehen darin große Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen“, sagte Barth. Die Stärkung der Hochschulautonomie sei ein Schlüssel für erfolgreiche Wissenschaftspolitik.

Umsetzung von Vereinbarungen mit Hasso Plattner Stiftung

Die Reform setzt auch konkrete Vereinbarungen mit der Universität Potsdam und der Hasso Plattner Stiftung aus dem Jahr 2025 um. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI), eine renommierte IT-Forschungseinrichtung, soll zu einem führenden Institut für digitale Wissenschaften in Europa weiterentwickelt werden.

Der SAP-Mitgründer Hasso Plattner plant über seine Stiftung den Bau eines neuen Uni-Campus in Potsdam und die Erweiterung des HPI. Diese Investitionen unterstreichen die Bedeutung der Hochschulreform für die gesamte Wissenschaftslandschaft Brandenburgs.

Die beschleunigten Berufungsverfahren sollen es den Hochschulen ermöglichen, schneller auf aktuelle Forschungstrends zu reagieren und international konkurrenzfähige Teams aufzubauen. Brandenburg positioniert sich damit als innovativer Wissenschaftsstandort, der bewusst auf Geschwindigkeit und Flexibilität setzt.

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