Vierter Ausbruch der Newcastle-Krankheit in Brandenburg seit 1996
Im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg ist erneut die hoch ansteckende Newcastle-Krankheit nachgewiesen worden. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums teilte mit, dass die Tierseuche in einem Bestand von Legehennen ausgebrochen sei. Damit gibt es im Land Brandenburg insgesamt vier Ausbrüche seit dem Jahr 1996. Die betroffenen Tiere in den Ställen wurden bereits getötet, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche
Alle erforderlichen Maßnahmen werden nun durch eine Allgemeinverfügung des Landkreises angeordnet. Dazu gehören:
- Die Tötung der infizierten Tiere
- Die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern
- Die Einrichtung einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern
Diese Schritte dienen dazu, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Infektionen zu verhindern.
Gefahren für Menschen und andere Vogelarten
Für Menschen ist das Virus der meldepflichtigen atypischen Geflügelpest in der Regel ungefährlich. Allerdings kann es bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren zu Bindehautentzündungen kommen. Fast alle Vogelarten können mit dem Newcastle-Virus infiziert werden. In Deutschland wird das Virus hauptsächlich bei wildlebenden Tauben nachgewiesen, was die Bekämpfung der Seuche zusätzlich erschwert.
Die Newcastle-Krankheit stellt eine ernste Bedrohung für die Geflügelbestände dar und erfordert schnelle und konsequente Maßnahmen seitens der Behörden. Die aktuellen Ausbrüche in Brandenburg unterstreichen die Notwendigkeit strenger Überwachungs- und Kontrollmechanismen in der Tierhaltung.



