Die Bundeswehr rüstet weiter auf – nicht nur beim Material, sondern auch beim Personal. Um die neuen Kräfte zu rekrutieren, entstehen bundesweit 24 neue Musterungszentren. Am Donnerstagnachmittag gab das Bundesministerium der Verteidigung die genauen Standorte bekannt. „Damit fällt der Startschuss für den sukzessiven Aufbau der Kapazitäten, die wir für die flächendeckende Musterung ab Mitte 2027 brauchen“, hieß es aus dem Haus von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).
Musterungszentren in Neubrandenburg und Schwerin
Um die Musterungen an zentralen und gut erreichbaren Orten durchzuführen, werden in insgesamt 14 Bundesländern externe Objekte angemietet. Für die Standortwahl wurden aktuelle Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. „Ziel war es, gezielt Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem potenziell großen Bewerberaufkommen auszuwählen“, so das Ministerium.
An 16 bereits bestehenden Standorten der Bundeswehr werden künftig moderne Musterungszentren eingerichtet, außerhalb der dortigen Bundeswehr-Liegenschaften. Dies betrifft die Städte Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden. Darüber hinaus entstehen acht weitere Musterungszentren in Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg. „Damit werden diese Städte künftig neue Standorte der Bundeswehr sein“, schrieb das Pistorius-Haus.
Start noch in diesem Jahr
Alle Musterungszentren werden einem der bestehenden 15 Karrierecenter der Bundeswehr zugeordnet. Diese Karrierecenter übernehmen koordinierende und steuernde Aufgaben. In den Musterungszentren wird die grundsätzliche Eignung geprüft. „In den Karrierecentern finden Beratung und Betreuung für die Bewerber statt – zusätzlich auch die umfassendere medizinische, körperliche, kognitive und psychische Eignungsprüfung für eine militärische oder zivile Laufbahn“, teilte das Ministerium mit.
Für die einzelnen Musterungszentren werden jeweils rund 50 zivile Dienstposten bereitgestellt. Das erste Musterungszentrum soll voraussichtlich noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen.



