FDP in Brandenburg setzt auf Henning Höne für Bundesvorsitz
Der brandenburgische FDP-Landesvorsitzende Zyon Braun hat sich eindeutig positioniert: Henning Höne soll neuer Bundesvorsitzender der Liberalen werden. Bei einem Landesparteitag in Brandenburg an der Havel machte Braun seine Präferenz deutlich und begründete diese mit der Notwendigkeit eines radikalen Neuanfangs.
Frisches Gesicht für die Krise
„Ich bin fest davon überzeugt, dass es jetzt ein völlig frisches Gesicht braucht, das nichts mit der Ampelkoalition oder den vergangenen Fehlern zu tun hat, um ein neues Kapitel für unsere Partei aufzuschlagen. Henning Höne kann genau das leisten“, erklärte Braun vor den Delegierten. Die FDP befindet sich in einer tiefgreifenden Existenzkrise, seit sie bei der Bundestagswahl 2025 und allen folgenden Landtagswahlen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist.
Kubicki vs. Höne: Der Generationenwechsel
Ende Mai kommt es beim Bundesparteitag der FDP zu einem denkwürdigen Duell: Der bundesweit nahezu unbekannte Henning Höne (39) aus Nordrhein-Westfalen tritt gegen den prominenten und erfahrenen Wolfgang Kubicki (74) an. Dieser Kontrast symbolisiert die Richtungsentscheidung, vor der die Liberalen stehen. Der amtierende Bundesvorsitzende Christian Dürr hatte bereits erklärt, nicht erneut kandidieren zu wollen.
Brandenburgs FDP im Wandel
Die FDP in Brandenburg zählt derzeit etwa 1.350 Mitglieder und blickt auf eine wechselhafte parlamentarische Geschichte zurück:
- Vertreten im Landtag von 1990 bis 1994
- Erneute Vertretung von 2009 bis 2014
- Seitdem außerparlamentarische Opposition
Beim jüngsten Landesparteitag wurde zudem Ralf Tiedemann zum neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Monique Bewer, die bisher einen der stellvertretenden Posten innehatte, ist aus beruflichen Gründen zurückgetreten. Diese personellen Veränderungen unterstreichen den Umbruch, der auch auf Landesebene stattfindet.
Suche nach einem neuen Kurs
Die Liberalen stehen vor einer fundamentalen Weichenstellung. Die Entscheidung zwischen dem etablierten Kubicki und dem unbekannten Höne wird maßgeblich darüber entscheiden, welchen Kurs die Partei in Zukunft einschlägt. Während Kubicki für Kontinuität und Erfahrung steht, verkörpert Höne den radikalen Neuanfang, den viele Basis-Mitglieder fordern. Die brandenburgische FDP unter Zyon Braun hat mit ihrer klaren Präferenz für Höne bereits Position bezogen.



