Brandgefahr unterschätzt: Kinder zünden Feuerwerk und lösen Waldbrände aus
Kinder zünden Feuerwerk: Waldbrände in Brandenburg

Gefahr unterschätzt: Kinderfeuerwerk löst Waldbrände an Landesgrenze aus

Die anhaltend trockene Witterung mit frühlingshafter Sonneneinstrahlung hat die Brandgefahr in den Wäldern deutlich erhöht. An der Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kam es zu mehreren kleineren Waldbränden, die durch heimlich gezündetes Kinderfeuerwerk verursacht wurden.

Feuerwehr verhindert größeren Schaden

Wie die Polizei in Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) am Dienstag mitteilte, brachen am frühen Sonntagnachmittag an zwei Stellen im Nadelwald bei Großzerlang, südlich von Wustrow und Wesenberg in der Mecklenburgischen Seenplatte, Brände aus. Eine aufmerksame Zeugin alarmierte gegen 13.25 Uhr die Rettungsleitstelle im Kreis Ostprignitz-Ruppin, die umgehend die Feuerwehr losschickte.

Die Einsatzkräfte konnten die Flammen erfolgreich löschen, bevor diese auf größere Waldgebiete übergreifen konnten. Durch ihr schnelles Eingreifen wurde verhindert, dass sich die Brände weiter ausbreiteten und größeren Schaden anrichteten.

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Kinder aus Berlin als Verursacher identifiziert

Im Zuge der ersten polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass sich in unmittelbarer Nähe des Brandortes vorher drei jeweils zehnjährige Kinder aus Berlin aufgehalten hatten. Das Trio räumte bei seiner Befragung ein, dass sie an mehreren Stellen im Wald heimlich Kinderfeuerwerke gezündet hatten.

Die Kinder gaben zu, dass diese Feuerwerke vermutlich zu den entstandenen Feuern geführt hätten. Nach der Befragung wurden die Kinder ihren Eltern übergeben. Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, die Gefahren von Feuerwerken in Waldgebieten ernst zu nehmen.

Erhöhte Waldbrandgefahr in der Region

Im gesamten Süden von Mecklenburg-Vorpommern und auch im Norden von Brandenburg herrscht derzeit die Waldbrandwarnstufe drei von fünf. Diese Stufe deutet auf eine mittlere Brandgefahr hin, die nicht unterschätzt werden sollte.

Hintergrund für die erhöhte Gefahr sind mehrere Faktoren:

  • Zu großen Teilen trockenes altes Laub
  • Vertrocknetes Gras und Unterholz
  • Seit mehreren Wochen fehlende Niederschläge
  • Der Schnee und das Tauwasser sind auf den sandigen Böden seit Langem versickert und abgetrocknet

Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, besonders vorsichtig zu sein und keine Feuer im Wald oder in Waldnähe zu entzünden. Die trockenen Bedingungen machen selbst kleine Funken zu einer ernsthaften Gefahr für die umliegende Natur.

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