Brandenburgs Landtag in Osterpause: Liedtke zwischen Oper und sorbischer Tradition
Osterpause im Brandenburger Landtag: Liedtkes Doppelrolle

Brandenburgs Landtag startet in die politische Osterpause

Kaum ist der neue Koalitionsvertrag unterzeichnet und die frisch gebildete Landesregierung hat ihre Arbeit aufgenommen, da beginnt im Brandenburger Landtag bereits die Osterpause. Seit Freitag finden in Potsdam keine Ausschusssitzungen mehr statt, die parlamentarische Arbeit ruht bis Mitte April. Diese Auszeit betrifft nicht nur Schüler, Lehrkräfte und Eltern, sondern auch die Abgeordneten des Landesparlaments.

Landtagspräsidentin zwischen Oper und Parlament

Für Landtagspräsidentin Prof. Ulrike Liedtke bedeutet die Osterpause jedoch keine Arbeitspause. Die promovierte Musikwissenschaftlerin, die neben ihrem parlamentarischen Amt angehende Musiklehrer an der Universität Potsdam unterrichtet und als überregional anerkannte Expertin gilt, nutzt die Feiertage für kulturelle Engagements. An ihrer früheren Wirkungsstätte, der Kammeroper Schloss Rheinsberg, steht die Premiere von „Der Barbier von Sevilla“ an – allerdings nicht in der bekannten Rossini-Fassung, sondern in der deutlich seltener gespielten Version des Italieners Giovanni Paisiello.

Es versteht sich für die Präsidentin von selbst, vor jeder Vorstellung eine fachkundige Einführung in das Werk dieses eher unbekannten Komponisten zu geben. Diese Verbindung von politischer Verantwortung und musikalischer Expertise kennzeichnet Liedtkes vielseitiges Wirken.

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Sorbische Ostertraditionen im Landtag

Die Vorbereitungen auf das Osterfest konnte die Landtagspräsidentin bereits in der vergangenen Woche erledigen – und zwar direkt am Rande der Plenarsitzungen. Wie in jedem Jahr waren auch diesmal Sorbinnen aus der Brandenburger Lausitz zu Gast in der Landtagslobby, um den Abgeordneten die kunstvolle Tradition des sorbischen Eierverzierens vorzuführen.

Viele Parlamentsmitglieder nutzten diese Gelegenheit, um sich mit den kunstvoll bemalten, überdimensionalen Ostereiern für ihre Social-Media-Auftritte fotografieren zu lassen. Einige legten sogar selbst Hand an und versuchten sich unter fachkundiger Anleitung an der aufwendigen Verzierungstechnik.

Ehrentitel „Sorbin ehrenhalber“ im Gespräch

Besonders bemerkenswert ist die regelmäßige Teilnahme von Präsidentin Liedtke an dieser sorbischen Tradition. Wer Jahr für Jahr an dieser kulturellen Veranstaltung teilnimmt und sich so engagiert für den Erhalt und die Präsentation sorbischer Bräuche einsetzt, der müsste eigentlich längst nicht nur zur Intendantin, sondern auch zur „Sorbin ehrenhalber“ ernannt werden. Diese Anerkennung wäre eine würdige Auszeichnung für das kontinuierliche Engagement der Landtagspräsidentin.

Die Osterpause im Brandenburger Landtag zeigt somit nicht nur die übliche parlamentarische Ruhephase, sondern auch die vielfältigen Aktivitäten und kulturellen Verpflichtungen, die insbesondere die Landtagspräsidentin auch außerhalb der Sitzungstage wahrnimmt. Die Verbindung von politischer Arbeit, musikalischer Expertise und kulturellem Engagement prägt das Bild einer vielseitigen Persönlichkeit an der Spitze des Landesparlaments.

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