Malchiner Rettungshunde verlassen Bundesverband und Trainingsgelände
Rettungshunde verlassen Bundesverband

Die Rettungshundestaffel „Vier Tore“, eine eigene Einheit innerhalb der Malchiner Feuerwehr, hat den Bundesverband der Rettungshunde verlassen. Nach Angaben der Staffel gab es seit längerer Zeit Differenzen. „Für uns war der Austritt mit viel Arbeit verbunden. Wir mussten eine neue Satzung erstellen, ebenso eine neue Prüfungs- und Einsatzordnung“, erklärte Zugführerin Beate Fibinger auf dem Jahrestreffen der Malchiner Feuerwehr.

Auswirkungen auf das Training

Die „Vier-Tore“-Gruppe muss jetzt vor allem die Ausbildung der Spürnasen mehr denn je in die eigene Hand nehmen. Bei den Übungen in den Trümmern des alten Betonwerkes in Malchin ist die Staffel nicht mehr mit dabei, obwohl sie das ehemalige Betriebsgelände vor Jahren als Trainingsstätte mit hergerichtet und vor allem von Unmengen an Müll befreit hatte. Das einstige Betonwerk, in dem zu DDR-Zeiten die sogenannten Stützelemente für die Berliner Mauer gebaut wurden, gehört dem Rettungshunde-Bundesverband, der es weiterhin als Übungsgelände nutzt.

Zwischen den Trümmerbergen und Ruinen schnüffeln regelmäßig Rettungshunde aus ganz Deutschland, die Retter schätzen das realistische Trainingsszenario. Für die Malchiner Staffel bedeutet der Austritt, dass sie nun neue Trainingsmöglichkeiten suchen muss.

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Geschichte der Staffel

Die Rettungshundestaffel „Vier Tore“ wurde im Jahr 2002 als erste aktive Staffel im Nordosten gegründet und hatte sich dann bald dem Bundesverband angeschlossen und Kontakt zu anderen Staffeln im Bundesgebiet aufgenommen. Im vergangenen Jahr war sie zu 19 Vermisstenfällen ausgerückt. Einige Einsätze waren aber bereits während der Anfahrt wieder abgebrochen worden.

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