Verdi ruft 1.400 Veolia-Mitarbeiter zum Warnstreik auf - Müllabfuhr betroffen
Verdi: Warnstreik bei Veolia mit 1.400 Beschäftigten

Verdi ruft zu Warnstreik bei Veolia auf - Müllabfuhr in fünf Bundesländern betroffen

Die Gewerkschaft Verdi hat für den kommenden Montag einen ganztägigen Warnstreik beim Entsorgungsdienstleister Veolia Umweltservice Ost angekündigt. Rund 1.400 Beschäftigte in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Niedersachsen sind zum Arbeitskampf aufgerufen.

Auswirkungen auf Müllabfuhr und Wertstoffhöfe

Der Warnstreik wird erhebliche Auswirkungen auf den Betriebsablauf haben. Die Abholung von Hausmülltonnen wird in vielen Regionen ausfallen, ebenso wie die Beseitigung von Industrieabfällen. Zahlreiche Wertstoffhöfe müssen voraussichtlich geschlossen bleiben.

Betroffen sind unter anderem Standorte in Berlin, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Bautzen, Gera und Nordhausen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass der Streik den gesamten Montag andauern wird und bittet die Bevölkerung um Verständnis für die entstehenden Beeinträchtigungen.

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Hintergrund: Tarifkonflikt um Lohnforderungen

Hintergrund der Arbeitskampfmaßnahme ist ein anhaltender Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Entsorgungsunternehmen Veolia. Verdi kritisiert das bisherige Angebot des Arbeitgebers scharf, da es nach Gewerkschaftsangaben deutlich unterhalb der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns liege.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine monatliche Gehaltserhöhung von 300 Euro sowie die Einführung von zusätzlichen Zulagen für Erschwernisse und Schmutzarbeit. Diese Forderungen sollen die besonderen Arbeitsbedingungen in der Entsorgungsbranche angemessen honorieren.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Karl Schmidt erklärte dazu: "Die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen bei Veolia ist systemrelevant und körperlich anspruchsvoll. Das bisherige Angebot des Unternehmens ist eine klare Missachtung dieser Leistung."

Reaktionen und weitere Entwicklung

Das Unternehmen Veolia Umweltservice Ost hat sich bisher noch nicht ausführlich zu den Streikankündigungen geäußert. In einer kurzen Stellungnahme verwies ein Sprecher auf laufende Verhandlungen und betonte das Bemühen um eine einvernehmliche Lösung.

Die Gewerkschaft Verdi kündigte an, den Warnstreik als deutliches Signal an die Unternehmensleitung zu verstehen. Sollte es in den kommenden Tagen keine substanziellen Fortschritte in den Tarifverhandlungen geben, drohen weitere Arbeitskampfmaßnahmen.

Für die betroffenen Haushalte und Unternehmen bedeutet der angekündigte Streik, dass sie ihre Mülltonnen vorerst stehen lassen müssen und alternative Entsorgungsmöglichkeiten prüfen sollten. Die Kommunen in den betroffenen Regionen arbeiten derzeit an Notfallplänen, um die größten Engpässe zu vermeiden.

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