In Oettelin bei Bützow hat sich ein kleines Benefizkonzert in nur zwei Jahren zu einem richtigen Festival entwickelt. Aus dem Dorf mit rund 200 Einwohnern wird einmal im Jahr Oettelville, wenn bis zu 1000 Gäste strömen. Das nächste Mal ist es am 16. Mai soweit. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.
Von 500 auf 1000 Gäste
Das „Dorffestival“ ist ein Hybrid aus klassischem Dorffest am Nachmittag mit Kinderprogramm, Spielen und Kaffeerunde und abends einem Festival mit echten Bands. „2024 startete die Veranstaltung mit über 500 Besuchern, im letzten Jahr waren es 750, in diesem Jahr knacken wir vielleicht sogar die 1000er-Marke“, erzählt Initiator Georg Salomon. „Und das in einem Dorf mit 200 Einwohnern.“
Die Entstehungsgeschichte
Georg Salomon wuchs in Oettelin auf, lebt heute in Köln und wollte seiner Heimat etwas zurückgeben. Vor zwei Jahren gab er als Gitarrist der Band „SOAB“ ein Benefizkonzert für die Ukrainehilfe – mit 500 Zuschauern. Der Erfolg ermutigte ihn, weiterzumachen. „Jeder packt gern mit an. Die Feuerwehr hilft beim Parken, eine Bützower Firma stellt Bauzäune zur Verfügung. Es gab nie Zwischenfälle, die Stimmung ist fröhlich, und alle haben vorbildlich Müll getrennt“, so Salomon.
Programm am 16. Mai
Am Nachmittag gibt es beim klassischen Dorffest eine Magier-Show für Kinder, Gummistiefel-Weitwerfen, Wettsägen sowie Kaffee und Kuchen. Am Abend spielen fünf Bands, darunter die 2010 gegründete Gruppe SOAB, „Kontrollverlust“, Paulina Publik und der Rapper Hooli aus Stralsund. „Wir möchten der kulturarmen Region ein reichhaltiges Angebot machen“, erklärt Salomon.
Gewinne für die Dorfgemeinschaft
Die Erlöse des Oettelvilles gehen an den Oettelin e.V., der nach dem ersten Festival gegründet wurde. Der Verein finanziert Aktionen wie gemeinschaftliches Müllsammeln auf Feldern und in Wäldern sowie Material wie Müllcontainer und Anhänger. Weitere Treffen wie ein Weihnachtssingen sind geplant. Zudem sammelt die Band vor Ort für ein Krankenhaus im syrischen Grenzgebiet.



