Schwerin – Nach dem Fund eines toten Buckelwals vor der dänischen Ostseeinsel Anholt warnt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor voreiligen Schlüssen. Ob es sich um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war, sei noch völlig unklar. Das Ministerium rechnet nicht mit schnellen Ergebnissen, wie Backhaus am Freitag mitteilte.
Schwierige Lage erschwert Untersuchung
Die Insel Anholt liegt mitten im Kattegat, dem Gewässer zwischen Dänemark und Schweden. Die verkehrstechnische Anbindung sei schwierig, da nur einmal täglich eine Fähre verkehre. Das erschwere die Untersuchung des Kadavers erheblich. Backhaus betonte, sein Haus stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde. „Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, dass zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“
Keine Spekulationen erwünscht
Solange keine gesicherten Informationen vorliegen, beteilige er sich nicht an Spekulationen. Davon rate er auch allen ab, die „nun wieder in den sogenannten sozialen Medien Verschwörungstheorien verbreiten oder solchen aufsitzen“, sagte der Minister weiter. Sobald es gesicherte Neuigkeiten gebe, werde das Ministerium die Öffentlichkeit umgehend informieren. Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet und sorgte für großes Aufsehen. Bergungsarbeiten hatten Ende April begonnen.



