Die Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals nimmt neue Formen an. Im Gespräch ist nun der Einsatz einer rund 15 Meter breiten, absenkbaren Barge – einer Art nicht selbstfahrenden Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. Das gab ein Mitglied der privaten Rettungsinitiative bekannt.
Barge auf dem Weg nach Wismar
Die Barge befinde sich bereits auf dem Weg aus dem Hamburger Raum in Richtung Wismarbucht. Wann genau sie eintreffe, sei jedoch noch unklar. Die Anfahrt dauere ihre Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, etwa neun Kilometern pro Stunde, unterwegs sei und den Nord-Ostsee-Kanal passieren müsse. Allein diese Passage werde etwa einen Tag in Anspruch nehmen. Zudem ist ein Zwischenstopp in der Werft in Wismar geplant.
Einsatz von zwei Schleppern vorgesehen
Das aktualisierte Rettungskonzept sehe den Einsatz von zwei Schleppern vor Ort vor. Details wollte das Umweltministerium vor einer Lagebesprechung jedoch nicht nennen. Der Meeressäuger liegt derzeit in einer freigespülten Mulde vor der Insel Poel. Helfer hatten den Wal zum Schutz vor der Sonne bereits mit nassen Tüchern bedeckt.
Die Rettungsaktion bleibt angesichts der schwierigen Bedingungen eine Herausforderung. Die Barge soll es ermöglichen, den Wal sicher zu transportieren, sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind.



