Bundesförderung bringt neuen Schwung für Wittenburger Sportplatz
Die Stadt Wittenburg kann ihren dringend sanierungsbedürftigen Sportplatz am Friedensring nun grundlegend modernisieren. Aus dem Bundesförderprogramm für Sportstätten fließen dafür mehr als 1,5 Millionen Euro in die Mühlenstadt. Bürgermeister Christian Greger (CDU) zeigt sich erleichtert über diese finanzielle Unterstützung aus Berlin.
Marode Anlage mit vielfältiger Nutzung
Der Sportplatz wird intensiv genutzt: Sowohl die örtliche Schule, die Kita und der Hort als auch die beiden großen Sportvereine TSG Wittenburg und WSV Wittenburg trainieren und spielen regelmäßig auf der Anlage. Allerdings entspricht die Infrastruktur längst nicht mehr modernen Ansprüchen. „Unser Sportplatz ist eher ein Acker als eine wettkampftaugliche Sportstätte“, beschreibt Bürgermeister Greger die aktuelle Situation.
Die Probleme sind vielfältig: Die Aschenbahn ist marode, der Naturrasen auf dem Fußballfeld wechselt zwischen matschigem und zu trockenem Zustand. Zudem ist die gesamte Anlage etwa 30 Meter zu kurz für offizielle Wettkämpfe. Seit Jahren setzen sich die Sportvereine für eine Sanierung ein, doch der Stadt fehlten bisher die finanziellen Mittel.
Komplexe Entscheidungen für die Zukunft
Die Planungen für die Sanierung waren mit schwierigen Abwägungen verbunden. Um Platz für eine wettkampftaugliche Sportanlage zu schaffen, mussten einige alte Bäume gefällt werden. „Das war eine schwere Entscheidung“, erinnert sich Greger. „Alle alternativen Ideen wurden von Fachleuten als nicht umsetzbar verworfen.“ Sowohl der BUND als auch die Naturschutzbehörde stimmten der Fällung nach Prüfung aller Optionen schließlich zu.
Bundesprogramm als Rettungsanker
Die Förderung stammt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS), das im Sommer 2025 als Teil des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität beschlossen wurde. Das Programm zielt darauf ab, die soziale Infrastruktur in Kommunen zu stärken, insbesondere dort, wo Investitionen aus eigenen Mitteln schwer zu stemmen sind.
Mehrere Bundespolitiker mit Bezug zur Region setzten sich für Wittenburgs Antrag ein, darunter Reem Alabali-Radovan (SPD), Philipp Amthor (CDU) und Leif-Erik Holm (AfD). Letzterer wies allerdings darauf hin, dass die Sportstättenförderung eigentlich in die Zuständigkeit von Ländern und Kommunen falle und nicht dauerhaft vom Bund übernommen werden könne.
Mecklenburg-Vorpommern profitiert vielfach
Wittenburg ist nicht die einzige Kommune in Mecklenburg-Vorpommern, die von der Bundesförderung profitiert:
- Greifswald: 7.990.200 Euro für die Sanierung des Volksstadions
- Wismar: 5.625.000 Euro für das Kurt-Bürger-Stadion
- Rostock: 2.069.679,70 Euro für den Sportplatz Hans-Sachs-Allee
- Eggesin: 1.224.317,39 Euro für den Sportplatz Lützowstraße
- Dorf Mecklenburg: 495.000 Euro für die Sportfreianlage
- Anklam: 450.000 Euro für die Tartanbahn im Stadion
- Richtenberg: 450.000 Euro für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz
Insgesamt zeigt die Liste, wie dringend notwendig Investitionen in die Sportinfrastruktur in vielen Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns sind. Für Wittenburg bedeutet die Förderung nun die lang ersehnte Chance, eine moderne Sportstätte zu schaffen, die den Ansprüchen von Schulen, Vereinen und Wettkämpfen gerecht wird.



