Neubrandenburgs Diskothek Colosseum: Neustart mit neuer Betreiberfirma nach Insolvenz
Colosseum Neubrandenburg: Neustart mit neuer Firma nach Insolvenz

Neubrandenburgs Diskothek Colosseum: Neustart mit neuer Betreiberfirma nach Insolvenz

In Neubrandenburg gibt es positive Neuigkeiten für die Diskothek Colosseum. Nach einer wochenlangen Pause aufgrund eines Insolvenzverfahrens gegen die ehemalige Betreiberfirma E.P.M. Event soll der Betrieb nun mit einer neuen Firma wieder aufgenommen werden. Erste Veranstaltungen sind bereits zu Ostern geplant, darunter eine 90er- und eine 2000er-Party.

Insolvenzverfahren und neue Betreiberstruktur

Das Insolvenzverfahren gegen E.P.M. Event wurde im Februar eröffnet. Laut einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Neubrandenburg hat der Insolvenzverwalter Justus Schneidewind mittlerweile angezeigt, dass eine sogenannte Masseunzulänglichkeit vorliegt. Dies bedeutet, dass zwar die Finanzierung des Verfahrens gesichert ist, das verbleibende Vermögen jedoch nicht ausreicht, um alle Gläubigerforderungen vollständig zu befriedigen. In der Regel führt dies zu erheblichen Kürzungen bei den Auszahlungen an die Gläubiger.

Der Insolvenzverwalter selbst hat auf Anfragen des Nordkuriers bisher nicht reagiert. Parallel dazu gibt es jedoch offenbar eine neue Betreiberfirma für das Colosseum mit dem Namen ET-EVENT. Veranstaltungsleiter Norbert Lüder, der telefonisch in den vergangenen Tagen nicht erreichbar war, hatte dem Nordkurier bereits vor einigen Wochen mitgeteilt, dass ein solcher Wechsel bei der Betreiberfirma geplant sei. Im Februar war für ihn klar, dass der Disko-Betrieb weitergehen und in diesem Zusammenhang eine neue Firma gegründet werden soll.

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Herausforderungen und Zukunftskonzept

Als Grund für das Insolvenzverfahren nannte Lüder die rückläufigen Besucherzahlen. „Wir sind ein großes Haus und haben dadurch auch große Kosten pro Veranstaltung“, betonte er. Eine Großraum-Diskothek wie das Colosseum lebe davon, dass sie voll ist. „Wenn eine Großraum-Diskothek nur halb gefüllt ist, dann gibt es eine Abwärtsspirale“, erläuterte der Veranstaltungsleiter.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, sollen in Zukunft in erster Linie größere Veranstaltungen im Colosseum stattfinden, „damit wir den großen Saal auch vollkriegen“. Damit das Konzept aufgeht, müssen pro Veranstaltung mindestens rund 600 bis 700 Menschen in die Räumlichkeiten an der Hochstraße kommen. Nach der Auftaktveranstaltung am 5. April ist die nächste Veranstaltung laut dem Kalender auf der Internetseite der Diskothek am 8. Mai geplant, dann soll eine Inklusions-Party stattfinden.

Norbert Lüder zeigte sich zuletzt optimistisch, dass der Plan auch aufgeht. Mit der neuen Betreiberfirma und den geplanten Veranstaltungen hofft das Team des Colosseums, die Diskothek wieder zu einem lebendigen Treffpunkt in Neubrandenburg zu machen.

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