Fünf Behörden für Sandburg-Wettbewerb: Tourismusorte fordern Bürokratieabbau
Fünf Behörden für Sandburg-Event: Bürokratieabbau gefordert

Fünf Behörden für Sandburg-Wettbewerb: Tourismusorte fordern Bürokratieabbau

Die Kur- und Erholungsorte an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich mit einer wachsenden bürokratischen Belastung konfrontiert. Ein besonders anschauliches Beispiel ist die Organisation eines einfachen Sandburgen-Wettbewerbs am Strand. Für solch eine Veranstaltung müssen Veranstalter laut Thomas Heilmann, dem Kurdirektor der Kaiserbäder auf Usedom, insgesamt fünf verschiedene Stellen konsultieren und einbinden.

Ein halbes Jahr Vorlauf für Strandveranstaltungen

Zu den beteiligten Behörden zählen unter anderem das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, die untere Naturschutzbehörde sowie die örtliche Gemeinde. Diese komplexen Genehmigungsverfahren führen nicht selten dazu, dass Events an zeitlichen Abläufen scheitern oder erheblich verzögert werden. Thomas Heilmann betont, dass er für derartige Veranstaltungen mittlerweile einen Vorlauf von einem halben Jahr einplanen muss. „Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer“, erklärt er und fügt hinzu, dass dieser Fall nur ein Beispiel für ein generelles Problem sei. Für Mecklenburg-Vorpommern als bedeutendes Tourismusland sei dieser bürokratische Aufwand „nicht der richtige Weg“.

„Kampf gegen die Bürokratiemonster“ auf dem Bädertag

Vor diesem Hintergrund widmet sich der 29. Bädertag Mecklenburg-Vorpommern, der am Donnerstag auf der Insel Hiddensee stattfindet, explizit diesem Thema. In einem Workshop mit dem Titel „Kampf gegen die Bürokratiemonster“ sollen Lösungsansätze diskutiert werden. Geleitet wird dieser Workshop von Thomas Heilmann und Dennis Rudolf von der Stabstelle Bündnis für Entlastung im Schweriner Wirtschaftsministerium. Annette Rösler, Geschäftsführerin des Bäderverbands Mecklenburg-Vorpommern, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Debatte.

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Neben der Bürokratieproblematik stehen weitere wichtige Themen auf der Agenda des Bädertags:

  • Der Neustart nach der Ablösung des Tourismusverbands (TMV) durch eine neue Gesellschaft.
  • Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den touristischen Regionen.
  • Das sensible Miteinander von Küstenschutz und nachhaltiger Tourismusentwicklung.

Logistische Herausforderungen für die Veranstaltung

Die Teilnehmer des Bädertags mussten indes selbst Flexibilität beweisen. Aufgrund von Flachwasser finden am Donnerstag keine regulären Fährverbindungen zwischen Hiddensee und Schaprode auf Rügen statt. Die Reederei Hiddensee hatte dies angekündigt, sodass viele Teilnehmer bereits am Mittwoch anreisen mussten. Diese unvorhergesehene logistische Hürde unterstreicht symbolisch die Herausforderungen, mit denen der Tourismussektor in der Region konfrontiert ist – seien sie natürlicher oder administrativer Art.

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